Stand: 11.11.2017 von © Gold.de Redaktion AB/GW 11 Kommentare

Der Mensch mag es bekanntlich anschaulich. Wenn man sich etwas bildlich vorstellen kann, dann ist das allemal besser als nackte Zahlen. Bei der weltweiten Goldmenge ist das nicht anders. Diese wird gern veranschaulicht als ein Würfel. Doch wie groß dieser Würfel ist - darüber gibt es schwankende Angaben. Höchste Zeit für uns, den bekannten “Goldwürfel” final zu berechnen. Hier also die Berechnung von Gold.de - aktuell, verlässlich, nachvollziehbar.

Alles Gold dieser Welt ergäbe veranschaulicht
einen Würfel mit 21,3 Meter Kantenlänge     

(Stand Berechnung: 2016)

Die Grundlage

Das World Gold Council (WGC) ist die Interessensvereinigung der weltweiten Goldminen Industrie. Regelmäßig werden hier Zahlen veröffentlicht zur Goldförderung, aber auch zur Goldnachfrage oder dem weltweiten Goldangebot allgemein. Auch wir berufen uns darauf. Demnach beträgt für das Jahr 2016 die Gesamtmenge von allem bisher weltweit geförderten Gold 187.200 Tonnen.

Dieses Gesamtgewicht ist also die Grundlage. Hiervon ausgehend lassen sich Volumenberechnungen anstellen. Wie “groß” sind also 187.200 Tonnen Gold?

Der aktuelle Goldwürfel 2016: Die Berechnung


Goldwürfel Wie groß ist er wirklich?


Gold hat ein spezifisches Gewicht von 19,3 Gramm / cm3.

Ein Kubikmeter (m3) Gold wiegt somit 19,3 Tonnen.

Die Dreisatz-Berechnung ergibt: 187.200 Tonnen Gold haben ein Volumen von 9699,5 m3.

Um die Kantenlänge aus 9699,5 Kubikmetern zu ermitteln, ziehen wir hieraus die Kubikwurzel: 21,3 Meter*  

Ergebnis: Der aktuelle Goldwürfel hat eine Kantenlänge von 21,3 Meter

(Stand Berechnung: 2016) *Berechnungen gerundet auf eine Nachkomma Stelle.


So verteilt sich die Menge von 187.200 Tonnen Gold


Goldwürfel Abmessungen


Was verkörpert eigentlich der Goldwürfel?

Ausgehend von der Überlegung, das jedes Gold, egal in welcher Form, erst einmal irgendwo abgebaut, gewaschen oder geschürft werden muss(te), meint der “klassische” Goldwürfel tatsächlich alles Gold, was seit Anbeginn menschlicher Aufzeichnungen bis heute gefördert wurde, gedacht als einziger gigantischer Klotz.

Wie aussagekräftig ist der Goldwürfel?

Da Gold nicht korrodiert, und sich auch sonst sich nicht irgendwie auflösen kann, zählt dazu im Prinzip jede Unze Gold, die auf unserem Planeten in irgendeiner Form existiert. Das können Goldmünzen sein genauso wie Schmuckgold, Goldbarren, industrielle Verwendungen, Blattgold auf einer Kirchenstatue oder Nuggets. Der Begriff “gefördertes Gold” ist aber relativ und nicht unbedingt gleichzusetzen mit verfügbarem Gold.

Denn was ist mit Gold in versunkenen Schiffswracks, was mit vergrabenen und bis heute nicht gefundenen Goldschätzen?

Wir haben nachgefragt:
“These 187.200 tonnes include gold which is currently lost or unaccounted for. The term ´above-ground´ refers to gold that has been mined, irrespective of its location now”, so Krishan Gopaul vom World Gold Council.

Verlorenes, verstecktes oder verschollenes Gold zählt also auch dazu.

Zudem gilt: Eine gewisse Unschärfe bleibt, denn der gesunde Menschenverstand weiß, dass die jährliche Goldfördermenge zu Zeiten von Julius Caesar wohl kaum auf das Kilo exakt ermittelt werden kann.

Der Goldwürfel ist also eine anschauliche Berechnung. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. So sollte er auch verstanden werden. Der Goldwürfel zeigt vor allem, wie knapp Gold ist.

Der Goldwürfel anschaulich


Goldwürfel Vergleich mit dem Eifelturm


Würde man den aktuellen Goldwürfel aufteilen auf jeden Erdenbürger, dann entfielen bei einer angenommen Weltbevölkerung von 7,44 Milliarden auf jeden Kopf genau 25,16 Gramm Gold.

Warum gibt es so viele unterschiedliche Angaben zum Goldwürfel?

Der Grund ist banal: Websites, die nicht (mehr) aktualisiert werden. Denn zieht man in Betracht, dass jährlich um die 3000 Tonnen Gold neu gefördert werden, dann ist klar, dass der Goldwürfel jährlich wächst. Ein Goldwürfel, der berechnet wurde auf Grundlage der WGC-Zahlen aus dem Jahr 2010 hat natürlich ein anderes Volumen als ein aktueller Goldwürfel.

Angaben zur Kantenlänge können zudem auch um einige Zentimeter schwanken, je nachdem wieviel Nachkomma-Stellen bei der Berechnung mit kalkuliert wurden.

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Kommentare [11]
  • von .rhavin | 12.06.2014, 14:29 Antworten

    Stellen wir uns einen relativ totalen Crash vor: wem geht's dann wolh besser? Demjenigen, der einige Goldbarren und -Münzen im Tresor hat, oder Demjenigen der sich für die gleichen Vor-Crash-Wert Vodka, Zigaretten, Benzin und Kokain in den Keller gelegt hat?

    Gold ist keine Krisensicherung, Gold ist Augenwischerei!

    • von Goldmatz | 09.11.2017, 00:47 Antworten

      Es wird demjenigen am besten gehen, der sich neben seinen Schätzen beizeiten ein paar hochkalibrige Lebensversicherungen nebst entsprechender Munition gegönnt hat. Oder der sich sowas nach dem Totalcrash mit seinem Gold kaufen kann. Ihnen bleibt dann mit Ihrem Fusel und Ihrem ganz wichtigen Koks die Möglichkeit, mit zugedröhnter Birne zuzusehen, wie man Ihnen das Benzin mit vorgehaltener Waffe abnimmt.

      • von Christian G | 11.11.2017, 18:42 Antworten

        Da war jemand mit meiner Antwort schneller... War auch mein erster Gedanke bei diesem Kommentar.
        Das Geheimnis für die Kise ist, sie einfach irgendwie heil zu überstehen.
        Wenn die Krise vorbei ist, dann wird Gold erst seine Stärke ausspielen.

  • von Doc | 03.02.2015, 07:41 Antworten

    Diese Goldmenge stimmt nicht - es ist eine Lüge wie so vieles, vieles andere auch.

    • von DS | 11.05.2017, 20:54 Antworten

      Beweise?
      Immer nur labern, aber keine Fakten nennen.

      • von Dr. Schmidt | 13.11.2017, 19:50 Antworten

        Genau das lag mir auch auf der Zunge zu diesem unbegründeten und daher völlig dämlichen "Alles Lüge" Vorwurf. Ansonsten, lieber "Doc": Die Quellen sind doch hier alle transparent angegeben. Kann jeder nachvollziehen.

  • von bling bling | 11.11.2017, 14:14 Antworten

    interessant, dass private mehr gold haben als banken.
    auch dass sonstige 26 kt nutzen, gibt dem gold einen gewissen wert.
    dass die welt sich an einem anker hält, der gerade mal die größe von ein paar jumbos hat, ist natürlich irgendwie dämlich.
    andererseits: wie groß ist denn der bitcoin!

    • von C G | 12.11.2017, 21:20 Antworten

      Irgendeinen überschaubaren Anker braucht man. Was sollte man denn sonst verwenden, das greifbar und unvergänglich ist?

  • von Klaus | 14.11.2017, 11:04 Antworten

    Was für schwachsinnige Kommentare. Probiert es doch mal mit folgenden Schritten; erst Hirn einschalten und dann schreiben.

    • von Thomas | 19.11.2017, 14:01 Antworten

      Klaus: Sehe ich genauso. Ich bin ja echt mal auf die Reaktionen gespannt, wenn die schöne Blase der Bitcoins sich in Luft auflöst und alle panikartig in die Edelmetalle rennen. Und spätestens dann werden die Besserwisser hier alle verstummen.

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