Stand: 12.07.2018 1 Kommentare

Als Goldreserven bezeichnet man die staatlichen Goldbestände im Eigentum einer Zentralbank oder eines Finanzministeriums. Abweichend von dieser Definition wird auch das Gold des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu den Goldreserven gerechnet.

Das Wichtigste in Kürze

Stand: Februar 2018

  • US-Zentralbank hat die größten Goldreserven weltweit
  • Deutsche Bundebank im Goldreserven Ranking auf Platz zwei
  • Seit 2009 sind Zentralbanken Nettokäufer von Gold
  • CBGA begrenzt Goldverkauf europäischer Zentralbanken
  • China und Russland größte Goldkäufer in den letzten Jahren
  • Bisher im Ausland gelagerte deutsche Goldreserven werden zurückgeholt

Die Funktion von Goldreserven war historisch die Golddeckung einer Währung. Heute bilden Goldreserven einen Teil der internationalen Währungsreserven eines Landes und dienen primär als finanzielle Rücklage, die im Notfall schnell liquidiert werden kann. Die größten Goldreserven befinden sich im Besitz der USA, Deutschlands und des IWF. China und Russland sind die Länder mit den am schnellsten steigenden Goldreserven.

Top 20 der Zentralbanken Goldreserven

Platz Land Goldreserven (Tonnen) Goldanteil an Gesamtreserven
1. USA 8.133,5 75 %
2. Deutschland 3.373,6 70,3 %
3. IWF 2.814,0 k. A.
4. Italien 2.451,8 67,5 %
5. Frankreich 2.436,0 64,9 %
6. China 1.842,6 2,4 %
7. Russland 1.838,8 17,7 %
8. Schweiz 1.040,0 5,4 %
9. Japan 765,2 2,5 %
10. Niederlande 612,5 66,3 %
11. Türkei 564,8,0 21,9 %
12. Indien 558,1 5,6 %
13. EZB 504,8 28,2 %
14. Taiwan 423,6 3,7 %
15. Portugal 382,5 61,0 %
16. Saudi-Arabien 322,9 2,7 %
17. Vereinigtes Königreich 310,3 8,5 %
18. Kasachstan 307,0 40,2 %
19. Libanon 286,8 21,3 %
20. Spanien 281,6 16,9 %
Stand: Februar 2018. Quelle: World Gold Council, Official Gold Holdings February 2018

Erfassung und Veröffentlichung der Goldreserven

Die Zentralbanken melden Veränderungen ihrer Goldbestände an den IWF, der diese Veränderungen in seinen Finanzstatistiken ausweist. Auf Grundlage der Daten veröffentlicht der World Gold Council regelmäßig die "World Official Gold Holdings", in denen die 100 größten Goldreserven aufgelistet und die Summe aller Goldreserven weltweit summarisch angegeben sind.

Die konkrete Höhe der Goldbestände allein hat allerdings nur beschränkte Aussagekraft. Interessant wird der Goldbesitz einer Notenbank erst, wenn man den in Relation zu den Währungsreserven setzt. So zeigt die nachfolgende Grafik, dass die Chinesen gerade mal 2,4 % ihrer Währungsreserven in Gold halten. Was kann man daraus schließen? Der Goldappetit dürfte in manchen Staaten aufgrund der Notwendigkeit zu einer breiteren Diversifikation auf Jahre hinaus anhalten.

Goldreserven weltweit
Top 10 der Notenbanken mit den größten Goldreserven weltweit, sowie der jeweilige Anteil an den Währungsreserven
Stand: Februar 2018. Quelle: World Gold Council

Goldreserven vom 19. Jahrhundert bis heute

Goldreserven im klassischen Goldstandard (1844 - 1914/1933)

Die Funktion staatlicher Goldreserven war historisch die im Idealfall vollständige und in der Praxis zumindest weitgehende Deckung einer im Umlauf befindlichen Währung. Großbritannien leitete die Zeit des klassischen Goldstandards mit dem Bank Charter Act von 1844 ein, der eine überwiegende Golddeckung neuer Noten der Bank of England vorschrieb. Zugleich wurde anderen britischen Banken die Herausgabe von Banknoten untersagt. Im Deutschen Reich galt der Goldstandard ab 1871, nachdem Frankreich bedeutende Goldmengen als Reparation für den Deutsch-Französischen Krieg zahlen musste. Im Jahr 1885 folgten die Staaten der Lateinischen Münzunion und im Jahr 1900 schließlich auch die Vereinigten Staaten.

Der Niedergang des klassischen Goldstandards setzte 1914 ein, im Wesentlichen verursacht durch die Kosten für den 1. Weltkrieg. Die Idee der Währungsdeckung durch Goldreserven bei gleichzeitig steil ansteigenden Staatsausgaben ließ sich nicht aufrechterhalten, sodass die kriegführenden Staaten die Konvertierbarkeit beendeten. Die Versuche in den 20er Jahren, den Goldstandard und damit die Konvertierbarkeit wieder einzuführen blieben letztlich erfolglos. Großbritannien beendete die Konvertierung endgültig im Jahr 1931 und die USA im Jahr 1933.

Die gewachsene wirtschaftliche Bedeutung der USA seit 1900, die sich vor allem aus ihrer Rolle als Geldgeber der alliierten Kriegsparteien im 1 Weltkrieg ergab, lässt sich auch an den stark steigenden Goldreserven des Landes eindeutig ablesen. Als die USA 1900 den Goldstandard einführten, beliefen sich die Goldreserven auf 602,5 Tonnen. 1935 waren die Bestände mit 9.998 Tonnen fast 17-mal so hoch. Kein Land anderes Land besaß auch nur annähernd so viel Gold.

Goldreserven im Bretton-Woods-System (1944 bis 1973)

1944 wurde mit der Etablierung des Bretton-Woods-Systems der Gold-Dollar-Standard eingeführt. In diesem System übernahm der US-Dollar die Funktion einer goldgedeckten Leitwährung, deren Wert mit 35 Dollar je Feinunze festgesetzt wurde. Wie schon im 1. Weltkrieg waren den USA im 2. Weltkrieg bedeutende Goldmengen aus europäischen Beständen zugeflossen. 1945 besaß das Land knapp 18.000 Tonnen Gold. 1950 wurde der historische Höchststand von 20.279 Tonnen erreicht.

Der Wert der anderen Währungen im Bretton-Woods-System war durch feste Wechselkurse an den US-Dollar gebunden. Zugleich war die US-Notenbank verpflichtet Dollar in Gold zu tauschen. Durch die allmähliche Erhöhung des im Umlauf befindlichen Dollarvolumens gepaart mit der Umtauschverpflichtung setzte ab dem Ende der 50er Jahre eine kontinuierliche Reduzierung der US-amerikanischen Goldreserven ein. Bedeutende Goldmengen befanden sich bald im Besitz anderer Staaten wie Deutschland, die Außenhandelsüberschüsse in Dollar erwirtschafteten. Bis 1968 sanken die US-amerikanischen Goldreserven auf unter 10.000 Tonnen.

Ab 1960 kam es zu steigenden Differenzen zwischen dem festgesetzten Goldpreis von 35 Dollar je Feinunze und dem Marktpreis für Gold. Diese Entwicklung war rückblickend unvermeidlich. Für den stark expandierenden Welthandel waren immer größere Dollarvolumen erforderlich. Auch die USA selbst benötigten für sozialstaatliche und militärische Ausgaben zunehmend mehr Geld. Da sich die Goldmenge nicht im selben Maße erhöhte wie die Geldmenge, war ein steigender Goldpreis die logische Konsequenz. Interventionen der Zentralbanken am Goldmarkt im sogenannten Londoner Goldpool mit dem Ziel, den Goldpreis von 35 Dollar zu verteidigen, blieben letztlich erfolglos.

Im Jahr 1970 sank die Golddeckung der US-Währung auf 22 Prozent. 1971 kündigte US Präsident Richard Nixon einseitig die Konvertierbarkeit des Dollars. Als die europäischen sowie die japanische Zentralbanken 1973 ihrerseits die Bindung ihrer Währungen an den US-Dollar aufgaben, war das System von Bretton Woods beendet.

Goldreserven im System freier Wechselkurse (1973 bis heute)

Im heutigen internationalen Währungssystem freier Wechselkurse dienen Goldreserven den Staaten als Sicherheit und finanzielle Rücklage, haben aber ihre währungsdeckende Funktion eingebüßt. Der Gesamtbestand der weltweiten Goldreserven belief sich am Ende des Bretton-Woods-Systems 1973 auf 36.798 Tonnen. Es folgten mehrere Jahrzehnte, in denen Zentralbanken ebenso wie Ökonomen und private Anleger Goldbesitz als zunehmend unwichtig einschätzten. Entsprechend reduzierten sich die Goldreserven langsam aber stetig. Der Boden wurde in den Jahren 2007 und 2008 erreicht, als sich die weltweiten Goldreserven zusammengenommen auf weniger als 30.000 Tonnen Gold beliefen.

Entwicklung der weltweiten Goldreserven 1975 - 2018

Jahr Goldreserven Welt gesamt (Tonnen)
1975 36.745 t
1980 35.836 t
1985 35.686 t
1990 35.575 t
1995 34.503 t
2000 33.157 t
2005 30.833 t
2010 30.840 t
2015 (Oktober) 32.687 t
2017 (August) 33.465 t
2018 (Februar)* 33.791 t

(*Quelle: World Gold Council. Werte gerundet)

Central Bank Gold Agreements (CBGAs) ab 1999

Die prinzipielle monetäre Rolle von Gold als Teil der Währungsreserven wurde von den der Europäischen Zentralbank sowie 14 Zentralbanken europäischer Einzelstaaten bereits im Jahr 1999 durch das Central Bank Gold Agreement (CBGA) bekräftigt, das seither alle fünf Jahre erneuert wird. In diesem Abkommen wurde der Verkauf von Gold durch die Unterzeichnerstaaten auf 400 Tonnen pro Jahr begrenzt. Der IWF, die USA und weitere Staaten wie Australien traten dem CBGA informell bei oder kündigten separat an, dass sie kein Gold im großen Umfang verkaufen wollen.

Die Entscheidung des Vereinigten Königreichs im Mai 1999, 58 % der britischen Goldreserven zu verkaufen, war gemeinsam mit ähnlichen Plänen der Schweiz und laufenden Goldverkäufen in Ländern wie Österreich oder der Niederlande der Grund für das Zustandekommen des ersten CBGA gewesen, dem bis 2014 drei Nachfolgeabkommen (CBGA II- IV) folgten. Die CBGAs haben zwar keine rechtlich bindende Wirkung für die Zentralbanken, wurde aber mit Ausnahmen der Jahre 2005 und 2007 eingehalten.

Central Bank Gold Agreements (CBGA): Europäische Goldverkäufe

The fourth Central Bank Gold Agreement

Aktuell ist das 4. Abkommen in Kraft, das "Fourth Central Bank Gold Agreement". Es wurde im Mai 2014 unterzeichnet und soll ebenfalls 5 Jahre dauern, also bis 2019. Hierin bekräftigen die Teilnehmer, dass sie die wichtige Bedeutung von Gold als Währungsreserve anerkennen, sich abstimmen bei Transaktionen, und keine nennenswerten Goldbestände verkaufen.

Zu den Teilnehmern gehören:

  • EZB
  • Nationale Bank van België/Banque Nationale de Belgique
  • Deutsche Bundesbank
  • Eesti Pank
  • Central Bank of Ireland
  • Bank of Greece
  • Banco de España
  • Banque de France
  • Banca d’Italia
  • Central Bank of Cyprus
  • Latvijas Banka
  • Banque centrale du Luxembourg
  • Central Bank of Malta
  • De Nederlandsche Bank
  • Österreichische Nationalbank
  • Banco de Portugal
  • Banka Slovenije
  • Národná banka Slovenska
  • Suomen Pankki – Finlands Bank
  • Sveriges Riksbank
  • Swiss National Bank

Wie gering die Goldverkäufe der CBGA Teilenehmer sind, zeigt folgende Übersicht. Die Mengen sind, verglichen mit dem weltweiten Transaktionsvolumen aller Zentralbanken, kaum der Rede wert:

Identified sales under the Fourth Central Bank Gold Agreement (CBGA4)*

Zeitraum Menge (in Tonnen)
27.9.2014 - 26.9.2015 3,39 t
27.9.2015 - 26.9.2016 3,07 t
27.9.2016 - 26.9.2017 4,2 t
27.9.2017 - 26.9.2018 t.b.a.

*Quelle: World Gold Council

Goldreserven nach der Finanzkrise ab 2007

Unterm Strich betrachtet, erfolgte im Jahr 2009 der Seitenwechsel der Zentralbanken von Nettoverkäufern zu Nettokäufern von Gold. Diese historische Kehrtwende war vor allem eine Folge der Finanzkrise ab 2007, die eine massive Ausweitung der Geldmenge sowie der Staatsschulden in den USA zur Folge hatte, und später auch in anderen wichtigen Währungsräumen wie der Eurozone.

Die Unterzeichnerstaaten der CBGAs senkten ihre jährlichen Goldverkäufe von über 350 Tonnen im Jahr 2008 auf fast 0 im Jahr 2012 und spielen seither weder als Verkäufer noch als Käufer von Gold eine wesentliche Rolle. Zugleich begannen eine Reihe von Schwellenländern ihre Goldreserven teils deutlich zu erhöhen, sodass sich die Goldreserven in der Summe derzeit auf 33.791 Tonnen belaufen (Stand Februar 2018).

Top 3 Zentralbanken Goldkäufe in 2017

Die größten Goldkäufer unter den Notenbanken weltweit waren in 2017 Russland, Türkei und Kasachstan. Im Detail:
1. Russland: 223,5 Tonnen
2. Türkei: 86 Tonnen
3. Kasachstan: 42,9 Tonnen

Goldreserven in Industrie- und Schwellenländern

Als Gruppe betrachtet halten die Industrieländer, die weitgehend mit den Unterzeichnerstaaten der CBGAs und den USA identisch sind, noch immer die meisten Goldreserven. Doch dieses Ungleichgewicht befindet sich in einem andauernden Prozess der Verschiebung zugunsten der Schwellenländer. Eine Schlüsselrolle in diesem Prozess kommt Russland und China zu. Beide Länder haben ihre Bestände in den letzten Jahren durch Goldzukäufe stark vergrößert. China belegt inzwischen den 6. und Russland den 7. Platz im Ranking der größten Goldreserven.

Goldreserven Deutschlands

Entwicklung der deutschen Goldreserven

Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg verfügte Deutschland über keine Goldreserven. In der Bilanz der Bank deutscher Länder (seit 1958: Deutsche Bundesbank) wird Gold erstmals 1951 mit einem Bestand von 24,5 Tonnen geführt. Bis 1968 vervielfachten sich die deutschen Goldreserven auf den historischen Höchststand von 4.033 Tonnen. Diese Entwicklung wurde durch Außenhandelsüberschüsse ermöglicht, die Deutschland im Wirtschaftswunder der 50er und frühen 60er Jahre erwirtschaftete.

Der Rückgang der deutschen Goldreserven um rund 650 Tonnen zwischen 1968 und 2015 ist im Wesentlichen auf einen einmaligen Verkauf von 435 Tonnen an die US-Notenbank im Jahr 1969 sowie eine Einzahlung von 232 Tonnen in die Währungsreserven der Europäischen Zentralbank im Jahr 1999 zurückzuführen. Seit 2001 stellt die Bundesbank dem Bundesministerium für Finanzen außerdem jährlich geringe Mengen Gold für die Prägung von Gedenkmünzen zur Verfügung.

Lagerung der deutschen Goldreserven

Lange Zeit lagerten große Teile der deutschen Goldreserven nicht nur bei der Bundesbank in Frankfurt am Main, sondern auch im Ausland, namentlich bei der Federal Reserve Bank in New York, der Bank of England in London und der Banque de France in Paris.

Kritik an der Lagerung deutschen Goldes im Ausland

Seit der Jahrtausendwende kam es zu verstärkter Kritik an der Lagerung der deutschen Goldreserven im Ausland. Die Kritik entzündete sich an fehlenden Inventuren und einer insgesamt verschlossenen Informationspolitik der Bundesbank hinsichtlich der Goldlagerung. Auch sorgte eine Änderung in der Bilanzierung der Bundesbank für Misstrauen. 1998 war die Position "Gold" in "Gold und Goldforderungen" umgewandelt worden. Die Kritik reichte bis hin zu regelrechten Verschwörungstheorien, ob das Gold denn physisch überhaupt noch vorhanden sei.

Überführung deutscher Goldreserven nach Frankfurt ab 2013

Nachdem der Bundesrechnungshof 2012 eine regelmäßige Inventur der deutschen Goldreserven gefordert hatte und auch die Initiative "Holt unser Gold heim das Thema breiter in die Öffentlichkeit trug, gab die Bundesbank dem öffentlichen Druck nach und kündigte eine Transparenzoffensive an sowie die Absicht, die im Ausland lagernden Goldbestände nach und nach zurück nach Deutschland holen zu wollen. Die Veröffentlichung einer Goldbarrenliste im Jahr 2015 war ebenfalls ein wichtiges Signal dieser neuen Transparenz.

Buch "Das Gold der Deutschen"

Anfang 2018 veröffentlichte die Bundesbank das Buch "Das Gold der Deutschen". Die Bundesbank selbst bezeichnet dieses Buch als weiteren wichtigen Teil ihrer "Transparenzoffensive". Das Buch gibt Antworten auf alle Fragen, wie etwa:

  • Wie entstanden die deutschen Goldreserven?
  • Wieviel lagert wo?
  • Warum lagert(e) überhaupt deutsches Gold im Ausland?
  • Details zur Rückführung des deutschen Goldes

Das Buch ist sehr empfehlenswert, gibt schlüssige Antworten, und räumt mit unbewiesenen Spekulationen um das deutsche Gold auf.

Gold.de hat das Buch unter die Lupe genommen:

Zum Stichtag 31.12.2017 verteilte sich die Gesamtmenge von 3383,6 Tonnen deutschen Goldes wie folgt:

  • ca. 1715,5 Tonnen in Frankfurt
  • ca. 428,5 Tonnen in England (Bank of England)
  • ca. 1239,6 Tonnen in USA (Federal Reserve Bank of New York )

Goldreserven des IWF

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wurde 1944 als Teil des Bretton-Woods-Systems gegründet und hat dessen Ende im Jahr 1973 bis heute überdauert. Seine wesentliche Funktion war und ist die Vergabe von Krediten an Staaten. Mit den 1969 etablierten Sonderziehungsrechten verfügt der IWF über eine eigene Reservewährung, die allerdings nicht am Devisenmarkt gehandelt wird und nur als Buchgeld auf den Konten des Fonds existiert.

Nach den USA und Deutschland verfügt der IWF mit aktuell 2.814 Tonnen über die drittgrößten staatlichen beziehungsweise institutionellen Goldreserven (Stand Februar 2018). Die Herkunft dieser Reserven setzt sich über die im Quotensystem ermittelten Einlagen der Mitgliedsstaaten, aus Kreditrückzahlungen, Zinszahlungen und auch Bezahlungen in Gold für andere Währung zusammen. Der letzte Goldverkauf des IWF von 403,3 Tonnen fand 2009 bis 2010 statt, um die finanzielle Basis für die Kreditvergabe zu verbessern.

Goldreserven der EZB

Die Währungsreserven der Europäischen Zentralbank (EZB) setzen sich aus US-Dollar, Japanischem Yen, Sonderziehungsrechten beim IWF und Gold zusammen. Der Goldanteil der ursprünglichen Einlagen durch die nationalen Zentralbanken der Eurozone im Jahr 1999 betrug 15 Prozent. Dieser Anteil bezog sich jedoch nicht auf das Goldgewicht, sondern auf den Goldwert, der marktabhängigen Schwankungen unterworfen ist. Von ursprünglich 747,9 Tonnen Gold sind nach einem zwischenzeitlichen Höchststand von 766,9 Tonnen im Jahr 2015 derzeit noch 504,8 Tonnen in den Reserven der EZB vorhanden (Stand Februar 2018).

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Kommentare [1]
  • von Goldgräber | 30.04.2018, 16:53 Antworten

    Und wo ist der Rest?

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