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Stand: 05.06.2024
Frauen und Geldanlage: Eine Bestandsaufnahme mit interessanten Innenansichten von GOLD.DE. Denn offenbar wächst die Zahl der Besitzerinnen von Anlagegold.
Frauen und Geldanlage? Goldbarren statt Goldschmuck!
Das Wichtigste in Kürze
  • Frauen kümmern sich zunehmend selbst um Geldanlage
  • Begriff "Female Finance" Ausdruck dieses Entwicklung
  • Auch Zahl der Goldanlegerinnen wächst
  • Frauenanteil auf GOLD.DE aber noch unterrepräsentiert
Frauen und Geldanlage: Zahl der Goldanlegerinnen wächst Frauen und Geldanlage: Zahl der Goldanlegerinnen wächst

Female Finance

Schon länger kursiert ein trendig klingender Begriff in der Öffentlichkeit: Female Finance. Er umschreibt die Tatsache, dass die Zahl der Finanzberaterinnen, Coachings oder Influencerinnen, die sich explizit dem Thema Finanzen für Frauen widmen, stark gewachsen ist.

Damit einher ging eine Zunahme einschlägiger Websites, Socials, Communities, Podcasts, Ratgeber oder Kurse speziell für Frauen. Da wird auch mal ein "Female Finance Day" veranstaltet, die altehrwürdige Zeitschrift "Brigitte" bietet eine "Masterclass Finanzen" an und auch die Comedy hat das Thema entdeckt: "Let's talk about Female Finance" parodiert hierzu Carolin Kebekus.

Natürlich waren auch schnell die üblichen kritischen Stimmen zur Stelle, die dahinter nur Geschäftemacherei in rosarot sehen wollten. Angesichts von Preisen für Finanzcoachings, die gern auch mal im vierstelligen Bereich liegen, auf den ersten Blick verständlich.

Aber wo eine Nachfrage, da ein Angebot. Nicht jede Frau hat Lust auf eine Beratungssituation, wo ihr ein männliches Gegenüber gönnerhaft erklärt, wie die Sache läuft. Deshalb hat Finanzberatung für Frauen Konjunktur. Freilich gilt auch hier: Teure Angebote sollten kritisch geprüft werden. Denn grundsätzlich ist jede Information zur individuellen Vermögensplanung auch frei verfügbar - im Netz, im TV, in Ratgeber-Magazinen oder sonstigen Medien.

Fakt jedenfalls ist: Frauen kümmern sich zunehmend selbst um ihre Geldanlage. Und das ist auch gut so. Historische Ursachen und deren Folgen sind bekannt, Stichworte Gender Pay Gap, überproportional hoher Anteil an Alleinerziehenden oder unentgeltliche "Care Arbeit". Akademische Studien dazu gibt es genug.

Was hat Gold damit zu tun?

Zunächst ist das ein Trend, den wir auf GOLD.DE bestätigen können. Hatten wir 2017 noch einen Besucherinnenanteil von nur 15 % auf unserem Portal (hier: "Ist Gold zu wenig pink?"), so lagen wir, Ende 2023, bei rund 25 %. Die Zahl ist repräsentativ; GOLD.DE ist Deutschlands größtes Vergleichsportal für Gold und Edelmetalle.

Hieraus darf geschlussfolgert werden, dass die Zahl der Goldbesitzerinnen wächst. Trotzdem bleibt, was die Zahl der Besucherinnen auf GOLD.DE angeht, ein deutlicher Besucherinnen-Gap. Somit der etwas nachdrücklichere Denkanstoß an alle Anlegerinnen: Beim nächsten Goldkauf mal nicht an Goldschmuck denken, sondern an Anlagegold! Also physisches Gold in Form von Münzen oder Barren. Goldschmuck ist aus diversen Gründen keine gute Geldanlage.

Der Kauf von Anlagegold ist kinderleicht. Hierzu braucht es auch kein teures Coaching oder kompliziertes Börsenwissen, sondern einfach nur den Gang zum nächsten Edelmetallhändler. Und auch die Anlageempfehlung für Gold ist so einfach, dass es jeder versteht, egal ob Mann, Frau oder Divers:

Physisches Gold in Form von Münzen oder Barren gehört zu jeder Vermögensplanung dazu. Der Anteil sollte zwischen 5 - 15 % des Gesamtvermögens liegen.

Ein Grund für den noch vergleichsweise geringen Anteil von Anlagegold-Besitzerinnen mag auch sein, dass Münzen teils immer noch das Image eines "Sammler-Hobbys" anhaftet. Hier ist bei der Öffentlichkeitsarbeit noch Luft nach oben um zu kommunizieren, dass Bullionmünzen primär eben nicht für den "onkelhaften Münzsammler" produziert werden, sondern zur ernsthaften Geldanlage. Erst recht gilt das in Zeiten, wo Zinsprodukte faktisch ein Minusgeschäft darstellen. Anlagealternativen sind also mehr denn je gefragt.

Bekanntestes Beispiel ist die Krügerrand Goldmünze mit einer Feinunze Gewicht. Der Erwerb dieser Münze ist eine Investition in den Rohstoff Gold in der Größenordnung von exakt einer Feinunze. Das sind rund 31,1 Gramm reines Gold. Der Wert steigt und fällt mit dem Weltmarktpreis für Gold. Natürlich sind auch andere Stückelungen erhältlich und darüberhinaus ist Gold selbstverständlich auch in Barrenform erhältlich.

Warum Gold?

Der Sinn von physischem Gold liegt darin, dass es als Sachwert zur Diversifizierung des persönlichen Vermögensportfolios beiträgt. Gold als Investment hat eine Reihe spezifischer Eigenheiten, die es von anderen Anlageklassen wie Aktien, Fonds, ETFs, Zinsprodukten, Anleihen oder Immobilien unterscheidet:

  • Totalverlust praktisch ausgeschlossen
  • als Sachwert relativ wertstabil
  • kein Gegenparteirisiko
  • oft in negativer Korrelation zu anderen Anlageklassen
  • klein, mobil, hohe Wertdichte
  • man kann es bis zu einem Betrag von 1.999 Euro in Deutschland anonym kaufen
  • Gewinne steuerfrei nach einem Jahr Haltefrist

Auch Nachhaltigkeit ist in der Goldbranche längst angekommen, wie diverse Siegel zeigen: Gold aus nachhaltigem Abbau. Deshalb gehört Gold als Geldanlage in jedes Vermögensdepot. Je mehr Beine ein Tisch hat, desto sicherer steht er.

Weiterführende Informationen zu Gold:

Service: Links & Adressen

Adresse Angebot Ansprechpartnerin
www.geldfrau.de Kurse, Coachings, Blog, Infos Dani Parthum
www.finmarie.de Akademie & Coaching Karolina Decker und weitere
www.damensache.at Infos, Beratung, Verein (Österreich) Dr. Marietta Babos (Direktorin)
www.her-financial-planning.de Webinare, Blog Lisa Hassenzahl
Female Finance Podcast Mit Janine Ullman
www.femalefinanceforum.de Kurse, Infos, Blog Claudia Müller
www.madamemoneypenny.de Mentoring, Podcast, Blog Natascha Wegelin
www.frauenfinanzberatung.de Beratung, Vorträge, Workshops mit Sitz in Stuttgart Barbara Rojahn
www.finanzfachfrauen.de Beratung, Infos, Veranstaltungen Verein mit Sitz in Bonn
www.youtube.com/@CarolaFerstl YouTube Kanal rund um Geldanlage: Infos, Tipps, Marktberichte Carola Ferstl
www.helma-sick.de Fachfrau für Finanzen, Referentin, Autorin Helma Sick
www.hermoney.de Finanzportal für Frauen: Coaching, Infos, Akademie, Veranstaltungen Anne Connelly
www.frauenfinanzgruppe.de Unabhängige Finanzberatung für Frauen, Infos Susanne Kazemieh, Hamburg
"Die Geldin" ZDF / WiSo Sina Mainitz, Sophie Feil
Geldanlage: Was Frau wissen muss Artikel zum Thema Verbraucherzentrale
"Let's talk about Female Finance" Comedy (ARD Mediathek) Carolin Kebekus
www.capa.ag Finanzberatung (nicht nur) für Frauen, Köln Petra Ahrens und weitere
www.fortunalista.de Finanzblog, Academie, Infos Gegründet von Margarethe Honisch
www.aktienfuerfrauen.de Aktienwissen, Vergleiche Von Jenny Dressel
www.fondsfrauen.de Netzwerk, Wissen, Brancheninfos, Blog Anne E. Connelly, Anke Dembowski

Studien, Fakten & Zahlen:

  • Statistisches Bundesamt: Gender Pay Gap: Frauen verdienten 2023 in Deutschland 18 % weniger
  • Consorsbank: Frauen sind bei der Geldanlage sicherheitsorientierter als Männer. In: "Frauen-/Männer-Studie 2019"
  • JP Morgan: Frauen ist eine "nachhaltige Anlage" wichtiger als Männern. In: "Frauen und Geldanlage"
  • Deutsches Aktieninstitut: 2021 war jeder vierte Mann in Aktien investiert, aber nur jede achte Frau. In: "Deutschland und die Aktie" (2021)
  • Fidelity International: Frauen, die sich selbst als Anlegerin bezeichnen, sind selbstbewusster und fühlen sich sicherer. In: "Frauen und Finanzen”, Umfrage 2021
  • Mastercard: Jede dritte Frau in Deutschland fühlt sich finanziell abhängig. In: "Womenomics-Studie", 6. März 2023
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von popig | 18.01.2024, 13:07 Uhr Antworten

OMG, auch hier das alte Märchen vom PayGap. Und denkt doch nicht, dass Frauen nur das Beste anderer Frauen wollen, während Männer keine Ahnung haben oder sie abzocken. Es gibt bei beiden Geschlechtern "gute" und "schlechte" Berater. Da sind auch schon viele auf die Nase gefallen, weil sie geglaubt haben, eigene Landsleute meinten es besser als andere. Um Finanzielles sollte man sich immer selbst kümmern, bei immer mehr Singlehaushalten wird das natürlich auch immer mehr Thema für Frauen. Auch, weil die zunehmend eben sehr gut verdienen.

von Claus | 21.04.2023, 16:45 Uhr Antworten

In einem klassisch geführten Familienhaushalt sind die Finanzen, also auch der Goldkauf (!), seit jeher Frauensache.

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