| GOLD | 4.137,30 $/oz | 3.625,45 €/oz | 116,56 €/g | 116.561 €/kg |
| SILBER | 59,89 $/oz | 52,49 €/oz | 1,69 €/g | 1.687,59 €/kg |

Einige ausgewählte Goldfonds nach Fondsvolumen:
| Name / Details | ISIN / WKN | Fondsvolumen (Stand: 31.05.26)* |
|---|---|---|
| BlackRock Global Funds World Gold www.blackrock.com | LU0055631609 974119 | 9,348,77 Mio. EUR |
| DWS Invest Gold and Precious Metals Equities LC | LU0273159177 DWS0B1 | 2.020,7 Mio. EUR |
| Tocqueville Materials for the Future B www.tocquevillefinance.fr | LU0357130854 A1C4YR | 1.113,0 Mio. EUR |
| Bakersteel Global Funds Precious Metals A2 IPConcept (Luxemburg) SA | LU0357130854 A1CXBS | 1.071,00 Mio. EUR |
| HANSAgold www.hansainvest.com | DE000A0RHG75 A0RHG7 | 890,00 Mio. EUR |
| Ninety One GSF-Global Gold www.ninetyone.com | LU0345780521 A0QYGQ | 890,00 Mio. EUR |
| L&G Gold Mining UCITS ETF www.lgim.com | IE00B3CNHG25 A0Q8HZ | 701,19 Mio. EUR |
| Earth Gold Fund UI EUR (R) www.universal-investment.com | DE000A0Q2SD8 A0Q2SD | 470,23 Mio. EUR |
| Amundi Gold Stock (A) www.amundi.at | AT0000857040 970962 | 242,30 Mio. EUR |
| Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (P) IPConcept (Luxemburg) SA | LU0290140358 A0ML6U | 178,17 Mio. EUR |
| DJE - Gold & Ressourcen PA (EUR) www.dje.de | LU0159550077 164323 | 146,11 Mio. EUR |
| Craton Capital Precious Metal Fund A www.llb.li | LI0016742681 964907 | 38,38 Mio. EUR |

Wer Aktien nur eines Unternehmens aus der Goldbranche erwirbt, hat zwar hohe Renditechancen, aber auch ein hohes Risiko. Denn wie jedes Unternehmen kann auch ein Goldminenbetreiber pleitegehen. Eine Möglichkeit ist es, in mehrere Goldunternehmen zu investieren. Allerdings scheuen viele Anleger den Aufwand, verfügen nicht über die nötige Anlagesumme oder möchten sich nicht mit Firmendetails beschäftigen.
Hier bietet sich ein Fonds an. Darunter versteht man allgemein eine Kapitalsumme, die von einer Kapitalanlagegesellschaft eingesammelt, verwaltet und investiert wird. Man nennt das auch: Einen Fonds auflegen. Ein Fonds investiert stets in mehrere Anlagewerte, um das Risiko zu mindern. Das nennt man "Diversifikation".
Ein Goldfonds investiert in mehrere Unternehmen der Goldbranche. Über ihre Fondsanteile sind Anleger an allen Firmen beteiligt, die Bestandteil des Fonds sind. Fondsanteile können von Anlegern erworben und auch wieder verkauft werden. Im Idealfall natürlich mit Gewinn.
Wie jeder Fonds bietet auch ein Goldfonds die Möglichkeit, bereits mit überschaubaren Anlagesummen breit zu investieren. Zudem ist die Risikostreuung etwas sicherer als die Investition in die Aktien eines einzelnen Unternehmens.
Aktiv gemanagte Goldfonds zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine bestimmte Anlagestrategie verfolgen, indem sie Schwerpunkte setzen bei der Auswahl der Unternehmen, etwa nach Regionen oder nach Art der Geschäftstätigkeit. Hierzu erhält der Anleger detaillierte Informationen und kann sich so gezielt nach seinen Wüschen den passenden Goldfonds aussuchen. Man muss sich um nichts weiter kümmern.
Zudem sind viele Goldfonds sparplanfähig und können somit mit überschaubaren Summen monatlich erworben werden. Dadurch ergibt sich der sogenannte Durchschnittspreiseffekt. Anleger kaufen somit nicht nur, wenn die Anteile teuer sind, sondern auch, wenn sie bei fallenden Kursen billiger werden. So ergibt sich ein Durchschnittspreis, der oft günstiger ist als ein einziger Einstiegspreis.
Und obwohl sich die Einzelwerte im Investmentfonds befinden, fließen dem Fondsanteilseigner automatisch auch due Ausschüttungen in Form von Dividenden oder Soner-Dividenden zu, entweder thesaurierend (ansammelnd) oder ausschüttend.
Auch wenn ein Fonds grundsätzlich risikoärmer ist als die Beteiligung an einem einzelnen Unternehmen, so eignen sich Goldfonds dennoch nur für risikobereite Anleger (Anlageklasse 5: Auslands-Aktien, oft Nebenwerte mit Fremdwährungsrisiko).
Auch ein Grund für das höhere Risiko gegenüber der Direktanlage in physisches Gold ist der sogenannte Goldpreishebel. Das bedeutet, dass sich der Goldpreis überproportional auf goldfördernde Unternehmen auswirkt.
Bei steigendem Goldpreis und relativ konstanten Produktionskosten kann ein überproportionaler Wertzuwachs (Anstieg der Gewinn-Marge) entstehen, bei fallenden Goldpreisen ein überproportionaler Verlust. Mit hohen Volatilitäten muss also bei Gold-Aktien gerechnet werden.
Das Fondsvermögen gilt in der Regel als außerbilanzielles Sondervermögen. Das bedeutet, dass im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft die Einlagen der Anleger unangetastet bleiben. Sie sind also nicht Teil der Insolvenzmasse. Das darf aber nicht verwechselt werden mit Kursverlusten. An diesen sind Anleger sehr wohl beteiligt.
Bei der Steuer gelten dieselben Regelungen wie für jeden Aktienfonds: Einkünfte, die oberhalb des Sparerfreibetrages liegen, unterliegen der Kapitalertragsteuer, auch Abgeltungsteuer genannt. Mehr: Steuern & Edelmetalle - Abgeltungssteuer
Ebenfalls wichtig ist der Unterschied zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Fonds in Deutschland nach aktuellem Steuerrecht (Investmentsteuerreform aus dem Jahr 2018, basierend auf dem Investmentsteuerreformgesetz, kurz InvStRefG, vom 19. Juli 2016 | Stand: Juni 2026):
Thesaurierende Fonds: Ausschüttungen (z. B. Dividenden oder Zinsen) werden nicht an die Anleger ausgezahlt, sondern direkt wieder im Fonds angelegt. Der Anleger bekommt also kein Geld auf sein Konto. Dafür steigt sein Anteil am Fondsvermögen (NAV; Net Asset Value). Steuerliche Behandlung: In Deutschland greift die sog. Vorabpauschale. Dafür wir für das Fiskaljahr ein fiktiver Ertrag berechnet (abhängig vom Fondswert; NAV zzgl. dem Basiszins der Deutschen Bundesbank; BuBa). Auf diesen fiktiven Ertrag wird die Abgeltungssteuer fällig (25 Prozent der fiktiven Ausschüttung + Soli + ggf. Kirchen-Steuer), auch wenn der Fonds nicht ausschüttet. Aber: Die Vorabpauschale wird nur einmal im Jahr fällig und ist zudem gedeckelt durch den tatsächlichen Wertzuwachs. Wenn der Fonds nicht steigt, fällt auch keine Pauschale an. Sinnvoll für Anleger, die mittel- und langfristig Vermögen aufbauen und den Zinseszins-Effekt (Wiederanlage der Erträge) optimal ausnutzen wollen.
Ausschüttende Fonds: Die Erträge werden regelmäßig, also quartalsweise, halbjährlich oder jährlich an die Anleger ausgeschüttet. Steuerliche Behandlung: In Deutschland erfolgt die Besteuerung zum Zeitpunkt der Ausschüttung in Höhe der Abgeltungssteuer (25 Prozent der tatsächlichen Ausschüttung + Soli + ggf. Kirchensteuer). Sinnvoll für Anleger, die Wert auf regelmäßige Ausschüttungen legen (Gold-Aktien schütten i. d. R. quartalsweise und je nach Goldpreis sehr hohe Dividenden aus).
Bei reinen Aktienfonds (Aktienanteil >50 Prozent) bleiben 30 Prozent der Erträge steuerfrei. Bei Mischfonds (Aktienanteil ≥ 25 Prozent) bleiben 15 Prozent der Erträge steuerfrei.
Im Vergleich zu Fonds oder ETFs auf Goldminen und Goldminen-Indizes bieten Zertifikate einen steuerlichen Vorteil: Und zwar einen 100%-igen Steueraufschub(Zinseszinseffekt), da auf Buchgewinne bei Zertifikaten keine jährliche Vorabpauschale anfällt. Die Abgeltungssteuer greift hier erst am Tag des tatsächlichen Verkaufs. Bis dahin wächst das Kapital komplett steuerfrei im Depot selbst wenn im Hintergrund Positionen umgeschichtet werden.
Für Anleger ist der Markt nicht ganz leicht zu durchschauen, weil es viele Goldfonds gibt. Zudem ist der Begriff Goldfonds ungenau. Denn er meint eigentlich nur, dass das Fondsvermögen in Firmen aus der Goldbranche investiert wird.
Ein Fondsverwalter kümmert sich aktiv um das Management. Es gibt aber auch sogenannte Indexfonds. Diese bilden passiv, weil automatisiert einen Index nach. Damit entfällt ein aktiver Fondsmanager, was die Fonds-Kosten deutlich verringert.
Im Detail können Fonds sehr unterschiedlich strukturiert sein. Ein Goldfonds-Vergleich nach Fondsvolumen, Bekanntheit oder Alter bietet erste Anhaltspunkte, etwa zur Qualität des Fondsmanagements. Daran anschließend empfiehlt sich ein weitergehender Vergleich nach folgenden Kriterien:
In welchem Ausmaß ist der Fonds in die Goldbranche investiert? Ausschließlich, zu großen Teilen oder nur am Rande, wie etwa bei einem allgemeinen Rohstoff-Fonds?
Welche Schwerpunkte setzt der Fonds, namentlich in welche Firmen der Goldbranche investiert der Fonds?
Investiert der Fonds womöglich in andere riskantere börsenhandelbare Finanzprodukte, wie Goldzertifikate, Optionen, Futures o. ä.?
In welchem Land und in welcher Währung ist der Fonds aufgelegt (Währungsrisiko, Steuer)?
Ist der Fonds gegen Währungsrisiken abgesichert oder nicht ("Euro hedged")?
Ist der Fonds thesaurierend oder ausschüttend? Bei thesaurierenden Fonds werden Zinsen und Dividenden ins Fondsvermögen eingespeist, Erträge also direkt wieder angelegt. Bei ausschüttenden Fonds erhalten der Anleger Erträge jährlich ausbezahlt (nach Abgeltungssteuer + Soli + ggf. Kirchen-Steuer)
Goldfonds-Gebühren für das Management können erheblich sein und sollten genau verglichen werden.
Eine kostengünstige Alternative sind Indexfonds wie HUI oder XAU oder Zertifikate.
Empfehlenswert ist, wenn die Fondsanteile ähnlich Einzelaktien über die Börse handelbar sind. Ansonsten muss über die Fondsgesellschaft gekauft und verkauft werden. Die meisten Fondsanteile sind heute auch über die Börse handelbar.
Mehr Infos:
Diese Frage zielt natürlich vor allem auf die Goldfonds-Rendite und die Schwankungsbreite ab (Volatilität; in Summe das sog. "Sharpe Ratio"). Seriös kann diese Frage aber nur rückwirkend beantwortet werden. Eine Garantie, dass ein Goldfonds, der in der Vergangenheit die beste Performance erbracht hat, dies auch in Zukunft tun wird, gibt es nicht. Goldfonds-Prognosen sind daher nur Meinungen.
Auch wenn viele Fonds das Wort "Gold" im Namen führen: Der Begriff suggeriert eine trügerische Sicherheit. Im direkten Vergleich zu physischem Gold, also Münzen und Barren, haben Goldfonds einige Nachteile:
Wer in Gold investieren will, sollte also genau abwägen, ob ein Goldfonds oder physisches Gold besser ist.
In Phasen, in denen Goldproduzenten, Gold-Explorer oder Royalty- und Streaming-Unternehmen (Minen-Finanzierer) der Entwicklung des Goldpreises hinterherhinken, obwohl ihre unternehmensspezifischen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen gut sind und ihre Aktien im Vergleich zu anderen Sektoren und ihrer eigenen Bewertungshistorie günstig bewertet sind, können Gold-Aktien eine interessante Ergänzung zu physischem Gold sein.
Welche Anlageform präferieren Sie persönlich (Gold-Aktien, physisches Gold oder eine Mischung aus beidem)?
Sagen Sie's uns!