| GOLD | 4.140,53 $/oz | 3.700,30 €/oz | 118,97 €/g | 118.967 €/kg |
| SILBER | 58,52 $/oz | 52,30 €/oz | 1,68 €/g | 1.681,48 €/kg |

Offizielles Zahlungsmittel ist das, was das Gesetz definiert:
Gesetz über die Deutsche Bundesbank (BBankG) - § 14 "Notenausgabe"
Salopp formuliert: Gesetzliches Zahlungsmittel ist, das was Geschäfte, Gewerbetreibende oder allgemein Vertragspartner verpflichtend annehmen müssen als Bezahlung, wenn etwas verkauft wird. Umgangssprachlich wird darunter das Geld verstanden.
Dahinter steht die Auffassung, dass jeder Kauf ein Vertragsverhältnis darstellt. Es gibt einen Gläubiger in Gestalt des Verkäufers, und es gibt einen Schuldner in Gestalt des Käufers. Hat der Käufer eine Ware oder Dienstleistung angenommen, dann ist er zur Begleichung seiner Schuld verpflichtet. Die Schuldentilgung erfolgt durch eben dieses Zahlungsmittel.
Als standardisierte Einheit dient dabei das Nominal oder der Nennwert. Das ist die Zahl, die auf dem Geld zu sehen ist. Sie repräsentiert den Wert. Bei Geldscheinen ist die Zahl aufgedruckt, bei Geldmünzen aufgeprägt.
Offizielles Zahlungsmittel in einem Wirtschaftsraum ist die betreffende Währung. Hierzulande sowie in allen anderen Euro-Staaten ist das der Euro. Der unbegrenzte Annahmezwang gilt aber nur für Banknoten. Bei Münzen mit aufgeprägtem Euro-Nennwert gibt es eine administrative Obergrenze. Niemand ist verpflichtet, mehr als 50 Münzen anzunehmen (dt. gemäß Münzgesetz).
Ist etwas nicht als gesetzliches Zahlungsmittel festgelegt, dann muss der Verkäufer dies zur Schuldentilgung auch nicht akzeptieren. Alternative Zahlungsmöglichkeiten, wie etwa Fremdwährungen oder Kryptos, gelten also nur auf freiwilliger Basis.
Goldbarren sowie alte historische Goldmünzen sind kein gesetzliches Zahlungsmittel. Der Gläubiger kann also die Annahme dieser Zahlart ablehnen. (Ob er es tut, ist eine andere Frage).
Bullionmünzen aus Gold, auch Anlagemünzen genannt, sind dagegen in der Regel offizielles Zahlungsmittel, aber nur in ihrem jeweiligen Land bzw. Währungsraum. Darunter versteht man Münzen mit einem hohen Edelmetallanteil, die hergestellt werden primär für die Geldanlage. Bekannte Anlagemünzen aus Gold sind etwa Krügerrand, Wiener Philharmoniker oder Maple Leaf.
Diese Goldmünzen haben einen offiziellenNennwert aufgeprägt (Ausnahme Krügerrand). In dieser Höhe gelten sie also als Zahlungsmittel. Allerdings nur in den Ländern, wo die Münzen ausgegeben wurden. So ist etwa die Wiener Philharmoniker 1 oz Goldmünze nur in Österreich ein offizielles Zahlungsmittel.
Dazu gibt es weitere Besonderheiten. So kann man das Schweizer Goldvreneli durchaus als historische Goldmünze bezeichnen, da sie schon lange nicht mehr geprägt wird. Sie gilt aber immer noch als offizielles Zahlungsmittel in der Schweiz.
Ausnahme: Der in Deutschland hergestellte Gold-Euro ist nur in Deutschland gesetzliches Zahlungsmittel, auch wenn der Wortbestandteil "Euro" im Namen steht.
Beim Gold-Krügerrand gilt die Besonderheit, dass kein Nennwert aufgeprägt ist, er aber trotzdem als offizielles Zahlungsmittel in Südafrika gilt. Als Nennwert gilt der jeweils marktaktuelle Goldpreis. Der Krügerrand zählt damit zu den sogenannten "Kurantmünzen". Darunter versteht man Münzen, deren Nominalwert vollständig gedeckt ist durch den Materialwert.
Nebenbei: Auch viele Silbermünzen, Platinmünzen und Palladiummünzen gelten als offizielle Zahlungsmittel. Hier gibt es ähnliche Regelungen wie bei Gold.
Von Münzen zu unterscheiden sind Medaillen. Auch wenn Medaillen oft eine Münzform aufweisen, so gelten sie nicht als Münzen, weil sie kein offizielles Zahlungsmittel sind. Sie haben somit auch keinen Nennwert. Natürlich können Medaillen trotzdem Gold enthalten und somit einen gewissen Materialwert haben.
Mit Goldmünzen könnte man also bezahlen. In der Praxis macht das aber keiner, denn der Materialwert in Gold übertrifft den Nennwert als gesetzliches Zahlungsmittel bei weitem.
So hat die Wiener Philharmoniker 1-Unze (31,1g) Goldmünze einen für Österreich gültigen Nennwert von 100 Euro, ist also einem 100 Euro Schein gleichgestellt. Der Materialwert für diese Menge Gold liegt aber, Stand Ende Juni 2026, bei ca. 3.600 Euro. Das ist der Weltmarkpreis für eine Feinunze Gold (= 31,1 Gramm). Die 1-Unze Goldmünze Wiener Philharmoniker enthält genau diese Menge Gold.
Das wäre also der vermutlich teuerste Kaffee aller Zeiten, wenn man damit in einem Café bezahlen würde. Der Cafébetreiber wäre zwar verpflichtet, die Goldmünze als Bezahlung anzunehmen, aber es wäre ein schlechter Tausch aus Sicht des Bezahlenden. Denn jeder Edelmetallhändler würde die Goldmünze sofort zum Materialwert ankaufen, also viel mehr bieten als nur die 100 Euro.
Goldmünzen machen also keinen Sinn im alltäglichen Zahlungsverkehr.
| Beispiel | Einordnung | Nennwert | Aktueller Marktwert |
|---|---|---|---|
| Goldmünze Wiener Philharmoniker 1 Unze (Bullionmünze) | gesetzliches Zahlungsmittel in Österreich | 100.- EUR | Zum Preisvergleich |
| Deutscher Goldeuro ½ Unze | gesetzliches Zahlungsmittel in Deutschland | 100.- EUR | Zum Preisvergleich |
| Goldmünze Maple Leaf 1 Unze (Bullionmünze) | gesetzliches Zahlungsmittel in Kanada | 50.- kanadische Dollar | Zum Preisvergleich |
| Goldmünze Krügerrand 1 Unze (Bullionmünze) | gesetzliches Zahlungsmittel in Südafrika | tagesaktueller Goldpreis | Zum Preisvergleich |
| Vreneli Gold 20 Franken (historische Handelsmünze) | gesetzliches Zahlungsmittel in der Schweiz | 20 SFR | Zum Preisvergleich |
| antike Goldmünze aus der Römerzeit | kein gesetzliches Zahlungsmittel | entfällt | individuell |
| spanische Goldmünze, 16. Jhd. | kein gesetzliches Zahlungsmittel | entfällt | individuell |
| Goldmünze dt. Kaiserreich | kein gesetzliches Zahlungsmittel | entfällt | individuell |
| Goldbarren | kein gesetzliches Zahlungsmittel | entfällt | Nach Gewicht: Zu den Preisvergleichen |
| Goldnuggets | kein gesetzliches Zahlungsmittel | entfällt | individuell |
| Goldschmuck (Altgold) | kein gesetzliches Zahlungsmittel | entfällt | individuell, nach Legierung |
| Goldmedaille | Per Definition keine Münze, somit kein gesetzliches Zahlungsmittel | kein Nennwert | individuell, nach Legierung |
Im Grunde genommen ist jeder Bezahlvorgang ein Tauschvorgang. Man tauscht Ware gegen Geld. Nun ist der Tausch Ware gegen Ware grundsätzlich auch nicht verboten. Man spricht hier vom privatrechtlichen Grundsatz der Vertragsfreiheit zwischen zwei Parteien. Man kann also frei vereinbaren, was man tauschen möchte. Wenn sich beide Seiten einig sind, dass der 1 kg Goldbarren gegen ein Auto getauscht werden soll, dann ist das möglich.
In der Praxis hat sich aber der Tausch Ware gegen Geld als effektiver erwiesen, weil die Verrechnungseinheit standardisiert ist. Marktpreise sind schnell ersichtlich, man muss nicht bei jedem Kauf lange verhandeln. Währungshoheit bedeutet, dass ein Staat oder eine Institution per Gesetz bestimmt, was als gesetzliches Zahlungsmittel gilt. Man spricht dann auch von einem Währungsraum oder Währungsregime.
Im Gegensatz zu heute war Gold in früheren Zeiten tatsächlich alltägliches Zahlungsmittel. Erste Erwähnungen stammen aus dem 7. Jahrhundert v. Chr., wo Händler Goldklumpen für ihre Tauschgeschäfte nutzten. Größere Bedeutung erlangte Gold als Zahlungsmittel dann in der römischen Antike, als sich Goldmünzen immer mehr verbreiteten. Diese Bedeutung hatte Gold bis zur Neuzeit. Es gab aber auch viele Perioden, wo Silbermünzen gängiger waren.
Allerdings war die Nutzung von Geld früher viel geringer. Subsistenzwirtschaft war verbreitet, selbst Steuern wurden teilweise in Naturalien entrichtet. Dass der einfache Mann mit Geld etwas gekauft hat, kam im Vergleich zu heute viel seltener vor.
Die Bedeutung von Gold als offizielles Zahlungsmittel begann mit Beginn des 20. Jahrhunderts zu schwinden. Und spätestens mit dem Scheitern des Bretten-Woods-Systems 1973 und des darin definierten Goldstandards verlor Gold endgültig seine monetäre Funktion im Alltag. Denn mit dem Ende von Bretton Woods waren Währungen auch nicht mehr durch Gold gedeckt.
Gold dient zwar nicht mehr als Geld, jedoch ist aus dem Finanzsystem nicht verschwunden. Mit Stand Juni 2026 belaufen sich die offiziellen Goldreserven der weltweiten Zentralbanken auf ein geschätztes Volumen von rund 35.000 bis 36.000 Tonnen.
Dieser Wert ist trotz der in den letzten Jahren beschleunigten Akkumulationsstrategie vieler Zentral- und Notenbanken - getrieben durch geopolitische Unsicherheit und Diversifizierungsbestrebungen weg vom US-Dollar - als konsistenter Referenzpunkt für die globale Goldliquidität anzusehen.
An der Spitze bei den Goldreserven stehen die USA mit über 8.133 Tonnen, gefolgt von der deutschen Bundesbank mit über 3.350 Tonnen.
Das Gold der Zentralbanken hat zwar heute keine offizielle geld- und währungspolitische Funktion mehr, aber man betrachtet es als eine Art Währungsreserve. Zudem als ein Posten ohne Kontrahenterisiko. Denn Gold stellt keine Forderung gegenüber Dritten dar. Sein Wert kann zwar schwanken, aber nicht total ausfallen, wie etwa der Schuldner bei einer Staatsanleihe.
Dazu kommt, dass die Zentralbank der Zentralbanken, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel (BIZ), im Zuge der global verpflichtenden neuen Bankenregeln Gold als Null-Risiko-Asset eingestuft hat. Gemäß der sogenannten Basel III Regelung gilt Gold nun als sogenanntes Tier 1 Asset. Damit können Banken ihre Goldbestände zur harten Kernkapitalquote zählen, als Sicherheit für ausgegebene Kredite nutzen und ihre Kernkapitalanforderungen leichter erfüllen.
Jeder sollte 1oz gold haben das macht dann wie viel Gold in Deutschland?
GOLD IST GELD und man muss ein SEPA EUROZONEN BEZAHLSYSTEM schaffen für GOLDBESITZER/KAPITALBESITZER. UM ZB MIETE über ein IBAN KONTO ZU ZAHLEN
Zitat aus dem vorletzten Absatz in obigen Artikel: "Denn Gold stellt keine Forderung gegenüber Dritten dar. Sein Wert kann zwar schwanken, aber nicht total ausfallen, wie etwa der Schuldner bei einer Staatsanleihe."
Mit Verlaub, genau das ist eben nicht richtig: Der Wert des Goldes "schwankt" GRUNDSÄTZLICH niemals. Warum? Der Wert einer Unze Gold beträgt immer exakt eine Unze Gold. Gold ist grundsätzlich immer und überall die Referenz, an dem sich der Wert des Papiergeldes ausrichtet, ausrichten muß. Das, was demnach also tatsächlich "schwankt", ist die Menge an Papiergeld, das man bezahlen muß, um eben eine Unze Gold zu erstehen.