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Stand: 09.12.2021 von © Gold.de Redaktion / AB
Ein Geheimversteck im Haus oder Garten? GOLD.DE beleuchtet das Thema: Vorteile, Nachteile, welche Ideen gut sind, was gar nicht geht, was die Versicherung sagt und auf was man unbedingt achten muss.
Gold verstecken: Wie sinnvoll ist das?
Das Wichtigste in Kürze
  • Ein gutes Goldversteck hat viele Vorteile
  • Vergraben oder Einmauern an cleverer Stelle sehr sicher
  • Heikler Punkt: Versicherung
  • Klären: Was passiert bei Vergesslichkeit oder Ableben
  • Wer ganz sicher gehen will: Mehrere Verstecke

Vorteile eines Goldverstecks

Tarnen, täuschen, einbuddeln oder einmauern: Dass der sprichwörtliche Goldschatz tagtäglich irgendwo real wird hat Gründe. Denn tatsächlich bietet ein Goldversteck viele Vorteile:

  • Es kostet praktisch nichts
  • Im Vergleich zu einem Haussafe wissen Diebe nicht, ob und nach was sie suchen müssen. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit von Gewaltandrohung erheblich
  • Im Gegensatz zu einem Bankschließfach kann man jederzeit an sein Gold ran und hat zudem volle Anonymität
  • Es ist sicher, vorausgesetzt man wählt ein cleveres Versteck

Gold ist außerdem hervorragend geeignet zum Verstecken. Es korrodiert nicht und braucht wenig Platz.

Heikler Punkt: Versicherung

Kleinere Wertsummen sind in der Regel über die Hausratversicherung abgedeckt. Dabei ist es unerheblich, ob ein Gegenstand zum Zeitpunkt des Einbruchs offen auf dem Schreibtisch lag oder unter der Bettmatratze versteckt war.

Heikel wird es bei größeren Wertbeträgen. Hier verlangen Versicherer einen Safe oder Tresor. Meist werden noch Angaben zu den versicherten Wertgegenständen erwartet. Damit ist die Anonymität flöten. Außerdem widerspricht das der Grundidee eines Verstecks, die darin besteht, dass man den Aufbewahrungsort eben nicht mitteilt.

Merke: 100 % anonym bedeutet 100 % Verantwortung. Bei größeren Wertsummen ist ein Versteck als Verwahrort in der Regel nicht versichert. Tipp: Versicherung fragen

Dran denken: Vergesslichkeit und Ableben

Wer sein geheimes Geheimversteck so geheim hält, dass selbst nächste Angehörige nichts davon wissen, sollte sich trotzdem Gedanken machen, was im Falle des Ablebens passieren soll oder wenn im Alter die grauen Zellen nicht mehr so recht mögen.

Goldversteck Ideen auf dem Prüfstand

Toilettenspülkasten

Als Idee abgenutzt, da in jedem zweiten Krimi irgendwer irgendwas in irgendeinem Spülkasten versteckt.

Lose Dielen

Kennt auch jeder Einbrecher. Ähnliches gilt für Lüftungsrohre, Schächte oder Abzugsleitungen hinter Blenden. Etwas besser machen sich da schwimmend verlegte Böden in modernen Neubauten.

Alltagsgegenstände als Attrappen

Von der Klobürste über die Ravioli-Dose bis hin zur Buch-, Steckdosen- oder Lampenattrappen bietet der einschlägige Handel diverse unverdächtig aussehende Alltagsgegenstände an, die einen Hohlraum haben, worin man ein paar Goldmünzen oder Goldbarren verstecken kann. Kennt zwar auch jeder Langfinger, dennoch erschwert das seine "Arbeit" wenigstens etwas. Anregungen gesucht? Hier: Kauftipps Goldverstecke

Präparierte Möbel und Inneneinrichtung

Präparierte Polstermöbel, doppelte Schubladenböden oder Geheimfächer in Schränken sind auch nicht besonders originell. Besser dran ist, wer handwerkliches Geschick hat. Man denke da nur an etwas aufwändiger modifizierte Treppenstufen, Trockenbauwände, Türstöcke oder Hohlräume in Tischbeinen. Es gilt: Je cleverer und ungewöhnlicher der Aufbewahrungsort, desto besser.

Abfalleimer

Der Schutzfaktor von doppelten Wänden oder Böden lässt sich erhöhen, indem man den Ekelfaktor hinzufügt. Denn je ekliger die Umgebung, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Ort unbehelligt bleibt. Lassen Sie aber niemals jemand anderes den Mülleimer raustragen.

Giftiges Ekel-Getier

Sie haben Vogelspinnen, Giftschlangen oder Piranhas? Kann man machen, warum nicht.

Tiefkühltruhe

Wer's mag. Aber dann bitte richtig: Gold in die ausgenommene Gans, zubinden und Gefrierbeutel drumherum.

Gerümpel

In jedem Haus steht zentnerweise Gerümpel auf dem Dachboden oder im Keller. Man wird sich wundern, wie viele Öffnungen und Hohlräume sich da bei genauerem Hinsehen entdecken lassen: Der Tunnel von Opas Märklin-Eisenbahn, der alte Fernseher oder der Benzintank vom kaputten Mofa.

Allerdings sollte man bei der nächsten Entrümpelungsaktion dann auch tunlichst persönlich anwesend sein.

Gute Goldverstecke

Was zeichnet ein sicheres Goldversteck aus? Um das zu beurteilen, muss man sich in die Denke eines Langfingers rein versetzen. Und da sind drei Faktoren entscheidend:

  1. Er hat keine Zeit
  2. Er will nicht gesehen werden
  3. Er will nicht gehört werden

Je ungünstiger sich jeder dieser drei Faktoren aus Sicht des Einbrechers darstellt, desto besser das Versteck.

Vergraben oder Einmauern sind deshalb nicht ohne Grund seit Jahrhunderten die Klassiker schlechthin unter den Goldverstecken. Auch heute noch sehr sicher.

Zeitfaktor: Im Gegensatz zu "üblichen" Orten in der Wohnung, wo jeder Einbrecher weiß wo er zu suchen hat, kostet die Suche im Garten oder am Gebäude viel Zeit. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand stundenlang mit einem Metalldetektor auf ihrem 1000qm Grundstück Schatzsuche betreibt ist praktisch Null.

Und selbst wenn der Gauner was gefunden hat, dann geht der Aufwand ja erst richtig los. Zum Beispiel, wenn erstmal zwei Ster Brennholz weggeräumt werden müssen. Oder ein Gerüst nötig ist, um an der Außenwand in 3 Meter Höhe hämmern zu können.

Risiko, gesehen zu werden: Es hört sich paradox an, aber ein offen einsehbarer Platz im Vorgarten oder die weithin sichtbare Giebel-Außenwand zur Hauptstraße sind als Versteckplatz besser geeignet als die schummrige Ecke hinter dem Geräteschuppen.

Aber achten Sie beim Gold verstecken darauf, dass der Nachbar nicht gerade zuschaut, wenn Sie das Loch buddeln drei Schritt links neben der Birke und vier Schritt rechts vom Rosenbeet.

Risiko, gehört zu werden: Baum absägen, Gartenteich abpumpen oder mit dem Vorschlaghammer eine Mauer zu bearbeiten ist auch nicht gerade unauffällig. Weder tagsüber, und schon gar nicht nachts. Noch ungünstiger, wenn dabei der Hund anschlägt.

Mit der Zugänglichkeit ist das aber so eine Sache. Nicht jeder will gleich zu Bohrhammer oder Spaten greifen müssen, nur um mal eben die geliebte Goldmünzensammlung beim gepflegten sonntäglichen Nachmittags-Tee bewundern zu können.

Allgemeine Tipps

Schlechte Goldverstecke meiden

Schränke, Schubladen, Bettmatratzen und Wäsche sind Orte, die die Bezeichnung Versteck nicht verdienen. Denn hier wühlt jeder ungebetene Besucher zuerst.

Vorher Gold verpacken

Auch wenn Gold korrosionsbeständig ist, so sollte man es nicht lose vergraben oder verstecken. Besser, man hält den Schatz zusammen. Also einschweißen, Münzen in Tubes packen.

Kaufbelege

Kaufbelege sind ein Nachweis, dass einem etwas gehört. Es sind sich durchaus Szenarien vorstellbar, wo dies relevant sein kann. Wem also Quittungen wichtig sind, der gibt diese mit ins Versteck.

Hitzequellen vermeiden

Gold selbst schmilzt zwar erst bei über 1000° Celsius. Ganz anders sieht es aus bei Verpackungen wie Kapseln oder Blister. Die können sich schon bei relativ geringer Hitze verformen. Also Versteckplätze meiden, wo hohe Temperaturen möglich sind, wie Kaminschächte oder eingebaute Deckenstrahler.

Mehrere Verstecke wählen

Durchaus eine Überlegung, wer viele Goldbarren oder Goldmünzen verstecken will. Mehrere Versteckorte mindern das Klumpenrisiko signifikant. Auch als Eichhörnchen Taktik bekannt.

Futter für den Dieb

Wer sowieso über einen Haustresor verfügt: Eine oder zwei kleinere Goldmünzen reinlegen, dazu eine verschmerzbare Menge Bargeld. Damit kann man im worst case den Einbrecher zufriedenstellen. Der große Schatz liegt natürlich wo anders.

Das Versteck darf nicht selbst werthaltig sein

Auch wenn die wertvolle antike Barockuhr auf der Kommode manchen als angemessenes Ambiente für einen Goldbarren erscheinen mag: Die Antiquität wäre selbst bevorzugtes Ziel von Räubern. Doppelt gestraft, wer ausgerechnet darin Gold versteckt.

Ein Versteck will richtig befüllt sein

Bei tragbaren Behältern darauf achten, dass es beim Hochheben nicht gleich verdächtig klappert in der Kiste. Und wenn schon Gold in der Kaffeedose, dann aber auch Kaffeepulver darüber.

Das Versteck darf sich nicht selbst verraten

Quizfrage: Was macht jemand, der eine 4 kg schwere Zigarrenkiste anhebt? Genau: Er schaut rein.

Gold verstecken - Ja oder Nein?

Wie denken Sie darüber? Oder haben Sie einen ganz besonders cleveren Tipp, den wir hier in unserer Kommentaren, natürlich streng geheim, veröffentlichen dürfen? Wir freuen uns über Leserkommentare!

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von W. | 01.04.2021, 23:12 Antworten

Ihnen ist aber schon auch klar, dass sich Diebe ihre Seiten eventuell auch ansehen könnten, hm? ;-)

von Peter L Ustig | 29.03.2021, 22:12 Antworten

Ja, es gibt soviele geile Versteckmöglichkeiten ...einfach kreativ sein und "zack" hat man ein ideales Versteck gefunden !
Man sollte es jedoch nicht vergessen, wo man es verbunkert hatte !!! (Demenz,etc.)

1 Antwort an Peter L Ustig anzeigen
von DW Drums | 26.03.2021, 08:25 Antworten

Könnte mir vorstellen es in meinem Schlagzeug zu verstecken, da gibt es viel Platz für Stauraum.

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