Stand: 27.06.2017 0 Kommentare

Silber wird deutlich weniger als Gold gefälscht. In seltenen Fällen sind allerdings auch schon Silberbarren und einige Sammlermünzen und Bullionmünzen als Fälschungen z. B. in Online-Auktionshäusern aufgetaucht. Der im letzten Jahrzehnt deutlich gestiegene Silberpreis macht das Fälschen von Silber lukrativer, wenngleich dennoch Gold deutlich häufiger gefälscht wird, schlicht aufgrund der Tatsache, dass Silber deutlich weniger wert ist als Gold.

Silber in Form von Besteck oder Schmuck in vielen Haushalten zu finden. Als Geldanlage sind auch Anlagemünzen aus Silber immer beliebter geworden. Oft stellt sich die Frage, wie viel zum Beispiel das Tafelsilber, eine geerbte Silberkette, Silberwaren, Münzen und Barren wert ist, ob es sich lohnt, das Silber an einen Silberankäufer zu verkaufen bzw. wie man herausfinden kann, ob es sich tatsächlich um echtes Silber handelt Da Silberfälschungen zwar selten sind, aber dennoch vorkommen können, schützen sich die Ankäufer mit Prüfmethoden vor dem Ankauf von gefälschter Ware.

Hierfür gibt es verschiedene Methoden: Als Erstes sollte das Silber genau in Augenschein genommen werden. Silberbesteck, Silberschmuck und Silberbarren sind häufig gestempelt. Diese Stempel geben den Silbergehalt der Stücke an: Ein Stempel mit der Zahl 800 bedeutet, dass dieses Stück zu 80 % aus reinem Silber besteht; ein Stempel mit der Zahl 999 gibt den höchsten Silberanteil an: 99,9 % Silberanteil. Dabei sollte man allerdings bedenken, dass nicht alle Silberwaren gestempelt sind. Ältere Gegenstände aus Silber weisen z. B. oftmals keinen Feinheitsstempel auf. Zudem können Stempel gefälscht worden sein. Und solche Fälschungen sind oft nur von einem Fachmann zu erkennen.

Um Fehler bei der eigenen visuellen Beurteilung zu vermeiden, besteht die Möglichkeit einen auf Ankauf spezialisierten Fachmann aufzusuchen. Alt eingesessene Juweliere oder seriöse Edelmetallankäufer besitzen in der Regel die technischen bzw. chemischen Mittel, um die Echtheit von Silber genau zu ermitteln. Oftmals wird diese Prüfung sogar umgehend und kostenlos ausgeführt. Aber wie in jeder Branche gibt es auch in diesem Berufszweig schwarze Schafe. Fehlerhafte Beurteilungen, ob bewusst oder unbewusst, können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Darum sollte man bei der Auswahl eines Experten stets Vorsicht walten lassen. Im Zweifelsfall ist es ratsam, mehrere Fachleute zurate zu ziehen.

Will man nach dem Motto "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" verfahren, so bieten spezielle Prüfmittel die Option, das Silber selbst zu testen. Im Fachhandel oder entspechenden Onlineshops werden so genannte Prüfsäuren mit Prüfstein und Zubehör angeboten.Die Handhabung dieser Prüfsets ist recht einfach, die Gebrauchsanleitung sollte allerdings genau beachtet werden.Das zu untersuchende Silberstück wird über einen Prüfstein gerieben und die Prüfsäure über einen Teil des entstandenen Striches aufgebracht. Eine dabei entstehende Verfärbung (meistens eine Rotfärbung) oder Lösung zeigt das Silber an. Nachteilig ist, dass es je nach Prüfset schwierig sein kann, den Feingehalt des Silbers exakt zu bestimmen. Zudem sind diese Testsets für den Einmalgebrauch deutlich zu teuer. Vor dem Kauf sollte man also abwägen, ob sich eine Investition wirklich lohnt.

Eine weitere Variante um die Echtheit bzw. den Feingehalt, von Silber zu bestimmen ist eine einfache Methode. Sie erfordert jedoch ein sehr hohes Maß an Genauigkeit: die spezifische Dichte von Silber im Verhältnis zum Volumen des Gesamtkörpers. Hierbei wird das Silberstück so genau wie möglich gewogen. Daraufhin vermisst man exakt dieses Stück (Länge, Breite, Höhe), um das Volumen des Körpers zu ermitteln. Der reine Silberanteil ergibt sich aus der Differenz von dem tatsächlichem Gewicht des Gesamtkörpers minus dem spezifischem Gewicht von Silber.

Von Nachteil ist bei dieser Methode allerdings, dass es mehrere Schwermetalle gibt, die eine ähnliche spezifische Dichte (z.B. Wolfram oder Blei) wie Silber aufweisen. Außerdem ist es die Ermittlung des Volumens mancher Teile äußerst kompliziert. Einen Barren oder eine Münze zu vermessen mag noch recht einfach erscheinen, aber das Volumen eines Löffels oder einer Halskette zu ermitteln ist für Laien kaum möglich.

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