Wer denkt, ein Goldprüfgerät sei nur etwas für Profis, der irrt. Bereits für kleines Geld gibt es hilfreiche Utensilien auch für Privatanleger. Wählen Sie Ihr Budget:

Ratgeber Goldprüfgeräte kaufen: Das Wichtigste in Kürze
  • Es gibt viele Mess- und Prüfmethoden, um Gold zu prüfen
  • Auch einfache Messwerkzeuge können brauchbare Anhaltspunkte liefern
  • Einfache Utensilien auch für Privatanleger erschwinglich
  • Tipp: Methoden kombinieren
  • High-Tech Geräte finden vorwiegend im gewerblichen Bereich Verwendung

Goldprüfgeräte bis 100 Euro

Wiegen und Messen sind gängige Methoden für die Prüfung von Anlagegold. Solche Messwerkzeuge sind auch für Privatanwender erschwinglich. Dabei macht man sich die Tatsache zunutze, dass Bullionmünzen exakt definierte Größen und Gewichte haben. Auch moderne Barren haben in der Regel exakte vom Hersteller angegebene Werte. Stimmen Durchmesser, Gewicht oder Dicke nicht mit den Vorgaben überein, sind Zweifel angebracht. Die Original-Werte können vorab auf GOLD.DE in Erfahrung gebracht werden:
Goldmünzen (dort weiter zur jeweiligen Münzen-Detailseite)
Goldbarren Hersteller (dort weiter zum jeweiligen Barrenhersteller)

Da reines Gold sich leicht diamagnetisch verhält, kann auch ein starker Neodym-Magnet als Prüfgerät dienen. Das bedeutet, eine Magnetkugel muss wegrollen, wenn man sie neben ein Stück echtes Gold legt.

Bei Schmuck oder manchen Legierungen haben diese Methoden natürlich ihre Grenzen. Hier bietet sich der Säuretest an. Dieser erkennt gängige Schmucklegierungen, und ist ebenfalls für Privatanwender erschwinglich, die Gold zu Hause auf Echtheit prüfen wollen.

All diese Werkzeuge kosten nicht die Welt, liefern aber durchaus ganz gute Anhaltspunkte, ob es sich um eine Goldfälschung handelt.

Die Messungen von Größe oder Gewicht müssen aber sehr genau sein. Es versteht sich daher von selbst, dass beim Kauf von Messschiebern oder Waagen darauf geachtet werden sollte, dass die Geräte ein Digitaldisplay haben und auch im Nachkommabereich exakt messen. Grenzen hat die Methode bei Goldfälschungen mit Wolframkern. Hier sind die Abweichungen extrem minimal.

Eine Alternative sind Schablonen, die der Fachhandel für die gängigsten Anlagemünzen bietet.

Goldprüfgeräte bis 1.000 Euro

Bei Goldprüfgeräten im Bereich bis 1.000 Euro finden sich Magnetwaagen, Ultraschallgeräte bzw. Geräte, die auf der Basis von Wirbelstromtechnik arbeiten. Professionellen Magnetwaagen liefern im Vergleich zu einem simplen Magneten exakte numerische Werte, anhand derer Goldfälschungen erkannt werden können. Ultraschgallgeräte senden Schallwellen durch das Prüfobjekt. Art und Geschwindigkeit der Reflexion lassen Rückschlüsse auf das Material zu.

Goldprüfgeräte über 1.000 Euro

Diese Preiskatagorie ist vor allem professionellen Händlern und Labors vorbehalten. Hier finden sich höherwertige Geräte, die Edelmetalle per Ultraschall, Dichtemessung oder Wirbelstrommessung analysieren, auch als Kombination mehrerer Messprinzipien. Spectrometer zählen ebenfalls hierzu, also Goldprüfgeräte, welche Edelmetalle per Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) untersuchen. In der Regel verfügen professionelle Labors oder Händler über mehrere Geräte, da unter Umständen eine Kombination mehrerer Verfahren nötig sein kann. So kann etwa die Röntgenfluoreszenzanalyse nur Oberflächen analysieren. Messmethoden, die auf Basis von Ultraschall oder elektrischer Leitfähigkeit arbeiten, können hingegen bis zum Kern einer Probe durchdringen.

Messtechniken und Methoden im Detail

Mehr zu Geräten, Techniken und Methoden finden Sie auch hier: Gold auf Echtheit prüfen

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Handarbeit aus "Schwäbisch Sibirien"