Stand: 02.06.2017  16 Kommentare

Mickerzinsen auf Erspartes, Angst vor Geldentwertung, billiges Baugeld: Es gibt viele Gründe, warum Immobilien als Anlageform derzeit so beliebt sind. Als Sachwertinvestition erscheint vielen derzeit ein Immobilieninvestment mindestens genauso attraktiv wie eine Goldanlage. Nicht von ungefähr werden Immobilien deshalb auch als Betongold bezeichnet. Höchste Zeit also für uns zu fragen, was die Immobilie als Geldanlage im Vergleich zu Gold taugt. Nach unserem Vergleich der Anlageformen Gold und Oldtimer hier also Teil zwei unserer Reihe “Gold vs….”.

Immobilien als Geldanlage

Immobilien erleben seit einigen Jahren einen Boom. Nachvollziehbar, denn Zinsprodukte sind ihres Namens nicht mehr würdig, da sie keine Zinsen mehr abwerfen (von Strafzinsen wollen wir erst gar nicht reden), Aktien bieten zwar Renditechancen, aber auch Risken, und Anleihen bergen ein grundsätzliches Emittentenrisiko. Wer eine sichere Geldanlage sucht, der muss aktuell eine Investition in Immobilien ernsthaft in seine Überlegungen mit einbeziehen. Wenn zudem noch Zinsen für Baugeld so günstig sind wie derzeit, dann ist dies nur ein weiteres Argument für die Immobilie.

Sachwertanlagen als Inflationsabsicherung

Immobilien gelten, wie Gold, als Sachwertanlage. Hierunter versteht man zunächst etwas, das man ganz real anfassen kann. Sachwertanlagen unterscheiden sich somit von Werten, die abstrakter Natur sind und nur einen nominalen Wert haben, wie etwa Zinsprodukte oder Unternehmensanleihen. Ein Sachwert ist stets mit einem physischen Wert hinterlegt und lässt sich, im Unterschied zu Papiergeld, nicht auf Knopfdruck beliebig vermehren. Daher auch die Bezeichnung Substanzwert, denn Investitionen in Sachwerte stehen grundsätzlich eher für Wertbeständigkeit und Schutz gegen Inflation.

Nun wird ja gern behauptet, dass aus diesem Grund bei Sachwerten ein Totalverlust nicht möglich ist. Dies stimmt im Prinzip, muss aber relativiert werden. In der Geschichte gibt es mehrfach Beispiele, wo Immobilien enteignet, und Goldbesitz oder Goldhandel verboten wurden. So gab es eine Immobilienenteignung nach Ende des 2. Weltkrieges in der sowjetischen Besatzungszone, als die politische Ordnung der Kommunisten durchgesetzt wurde. In den USA wurde im Zuge der Weltwirtschaftskrise am 1. Mai 1933 der Besitz und Handel von Gold verboten. Dieses Goldverbot bezog sich allerdings nur auf größere Mengen.

Dennoch lehrt die Geschichte: Grund und Boden, Rohstoffe, ja sogar Schnaps, Zigaretten oder Lebensmittel waren oft eine gute Absicherung gegen immer wertloser werdendes Geld. Ein Sachwert hat nunmal einen realen Nutzen, und als begrenztes (Wirtschafts-) Gut auch eine reale Nachfrage. In Zeiten niedriger Zinsen oder Geldentwertung gehören Sachanlagen also tendenziell zu den Gewinnern. 

Anlagevarianten

Bei der Frage, wie ein Investment in Gold oder Immobilien aussehen kann, hat der Anleger außer dem Kauf des physischen Objektes noch weitere, indirekte Anlagemöglichkeiten. Diese sollen hier aber nur der Vollständigkeit halber genannt werden.

So besteht bei Immobilien neben dem direkten Immobilienkauf auch die Möglichkeit, in Fondsanteile zu investieren (offene oder geschlossene Immobilienfonds), oder sich an Unternehmen zu beteiligen, deren Geschäftsfeld Immobilien sind.

Auch beim Gold gibt es außer dem direkten Goldkauf die Möglichkeit, über diverse Goldwertpapiere indirekt in Gold zu investieren, wie Gold ETFs, Zertifikate, oder Aktien von Goldminen-Betreibergesellschaften.

Ohne nun die Vor- und Nachteile dieser Anlageformen im Detail zu erläutern: Dem Anleger sollte bewusst sein, dass solche indirekten Beteiligungen den eigentlichen Sinn einer Sachwertanlage verwässern, der ja darin besteht, in einem dinglichen Wert investiert zu sein.

Geldanlage Vergleich: Echtes Gold oder Betongold?

Welche Sachwertanlage ist besser? Wieder schicken wir die beiden Kontrahenten in ein Battle. Runde für Runde werden wir analysieren, wo die jeweiligen Stärken und Schwächen liegen.

Bewertet haben wir die Einzeldisziplinen Mobilität, Diebstahlrisiko, Verfügbarkeit, Klumpenrisiko, regelmäßige Erträge, Renditechancen, Gebrauchswert, Anlagekosten, Steuer, Anonymität, physische Sicherheit, emotionale Rendite und Altersrendite.

Runde 1: Mobilität

Eine Immobilie ist, der Name sagt es schon, im-mobil, also nicht beweglich. Gold schon. Man kann es überall mitnehmen, und überall verkaufen. Weltweit. Klare Runde an Gold.

Unser Fazit: Punkt für Gold

Runde 2: Diebstahlrisiko

Wenn Mobilität der Vorteil von Gold ist, dann ist dies gleichzeitig auch ein Nachteil. Denn alles, was klein, transportabel, wertvoll und gut veräußerbar ist, weckt Begehrlichkeiten.

Unser Fazit: Punkt für Immobilie

Runde 3: Verfügbarkeit

Wer Geld anlegen will, darf trotzdem den Aspekt Verfügbarkeit nicht außer Acht lassen. Bei Liquiditätsproblemen kann man Gold schnell und einfach verkaufen. Ein Immobilienverkauf dauert viel länger.

Unser Fazit: Punkt für Gold

Runde 4: Klumpenrisiko

Als Klumpenrisiko bezeichnen Anlage-Experten einen verhältnismäßig großen Vermögensanteil, der in eine einzige Vermögensklasse investiert ist. Dies birgt eine erhöhte Risikogefahr. Eine Immobilie ist in der Regel so eine große Investition, die einen erheblichen Teil der Liquidität sperrt. Zwar gibt es die Möglichkeit, anteilig in Immobilienfonds zu investieren, doch dann kommen zusätzliche Kosten dazu für Fondsmanagement oder den Ausgabeaufschlag. Außerdem ist es noch gar nicht so lange her, wo Immobilienfonds geschlossen wurden oder pleitegingen.

Ein Goldinvestment ist hier deutlich smarter. Man kann auch mit einem kleinen Betrag einen Goldkauf tätigen, flexibel ansparen, und bei Bedarf einfach reduzieren.

Unser Fazit: Punkt für Gold

Runde 5: Regelmäßige Erträge

Eine gut vermietete Immobilie bringt, sauber kalkulierte Bewirtschaftung vorausgesetzt, regelmäßige Einnahmen. Bei Gold dagegen besteht die einzige Möglichkeit des Wertzuwachses darin, dass der Kurs steigt.

Unser Fazit: Punkt für Immobilie

Runde 6: Renditechancen

Dieser Punkt ist bei Immobilien pauschal nicht zu beantworten. Denn DIE Immobilie gibt es nicht. Es gibt noch nicht mal DEN Immobilienindex, sondern eine Vielzahl konkurrierender Indizes, erstellt von diversen Akteuren der Immobilienwirtschaft. Sicher ist nur: Man kann mit Immobilieninvestments Geld verdienen, aber auch Geld kaputt machen, denn Renditeberechnungen bei Immobilien sind sehr komplex. Art der Nutzung oder Vermietung, Lage, Zustand, Alter, Art der Finanzierung, allg. Kosten- und Zinsniveau, Denkmalschutz, Mietpreisbindung, Mietpreisniveau, Bauvorschriften, demografische Entwicklung - um nur einige Faktoren zu nennen, die bei einer Renditeberechnung berücksichtigt werden müssen. 

Eindeutig auf dem Immobilienmarkt ist den letzten Jahren nur eines:  Die Richtung der Preise. Die gehen nämlich steil nach oben, wie ein beispielhafter Vergleich der beiden Indizes IMX sowie des Häuserpreis-Index zeigt. Im Zuge dieses Immobilienbooms dürften sich viele Immobilieninvestments gerechnet haben.

Betongold
Deutlicher Anstieg der Preise bei Betongold in den letzten 10 Jahren


Beim Gold ist der Markt zwar einfacher und transparenter, da es Spotpreise gibt. Aber auch hier kann, wer zum falschen Zeitpunkt ein- oder aussteigt, Verluste machen. Beispielhaft der Vergleich des Goldpreises im 5 Jahres- und im 10-Jahresverlauf (Stand Mai 2017):

In Gold investieren
In Gold investieren: Um Kursrisiken zu minimieren, empfiehlt sich ein Engagement in Raten 


Erwähnenswert hier noch die Tatsache, dass Goldmünzen eine weitere interessante Anlageform darstellen. Manche Goldmünzen können sich zu begehrten Sammlerstücken entwickeln, deren Wert deutlich über dem reinen Materialwert des Goldanteiles liegt.

Dennoch: Unter kurzfristigen Renditechancen allein sollte man beide Formen der Geldanlage nicht betrachten. Gold wie Immobilien empfehlen sich eher als defensive, weil wertstabile Anteile im persönlichen Portfolio Mix, die in Zeiten einer Geldentwertung als Inflationshedge dienen. Beide gelten als gute Absicherung in politischen und wirtschaftlichen Krisenphasen und können in Niedrigzinsphasen Zinsprodukte in der Rendite outperformen.

Unser Fazit: Unentschieden

Runde 7: Gebrauchswert

In einer Immobilie kann man wohnen. Gold hat keinen realen Gebrauchswert.

Unser Fazit: Punkt für Immobilie

Runde 8: Anlagekosten

Unter dem Begriff "Anlagekosten" wollen wir Faktoren einrechnen, die nötig sind, um das Anlageobjekt zu kaufen, zu erhalten, zu lagern und zu verkaufen. Also all die Kosten, die on top zur eigentlichen Anlagesumme hinzugerechnet werden müssen.

Der Unterhalt einer Immobilie kostet viel Geld. Renovierung, Kosten für Versorger, Grundsteuer, Finanzierung - alles Kosten, die tendenziell sogar steigen können. Das kann über die Vermietung wieder reingeholt werden, ist aber nicht ohne Risiko, Stichwort Mietnomaden. Zudem darf nicht vergessen werden, dass eine Vermietung grundsätzlich Verwaltungsauswand bedeutet.

Auch der Kauf oder der Verkauf einer Immobilie kostet richtig viel Geld. Notar, Makler, Grunderwerbssteuer, Grundbucheintrag, Gutachten - zehn Prozent des Kaufpreises dürfen in der Regel beim Kauf als Nebenkosten einkalkuliert werden. Beim Verkauf entfallen zwar Grunderwerbssteuer und Notarkosten für den Verkäufer, dafür kommen andere Kosten hinzu wie zum Beispiel der Energieausweis oder Schönheitsreparaturen, wenn das Objekt für den Verkauf hübsch gemacht werden soll.

Beim Gold dagegen sind die Anlagekosten deutlich schlanker. Ein relativ überschaubarer Betrag für ein Bankschließfach, dazu ein Handelsaufschlag im kleinen Prozentbereich, je nach Produkt.

Unser Fazit: Punkt für Gold

Runde 9: Steuer

Hier ist die sogenannte Spekulationssteuer relevant. Wobei es “die Spekulationssteuer” eigentlich gar nicht gibt. Es ist nur die umgangssprachliche Bezeichnung für die Besteuerung von Gewinnen aus Veräußerungsgeschäften. Diese Besteuerung findet jeweils zum persönlichen Steuersatz statt, und der ist ja bei jedem individuell.

Bei der Immobilie fällt nur dann keine Spekulationssteuer an, wenn das Haus oder die Wohnung in den letzten drei Jahre vor dem Verkauf selbst genutzt wurde. Bei nicht selbstgenutzten Grundstücken oder Wohnungseigentum, also der Normalfall des klassischen Investments, entfällt erst nach einer Haltedauer von 10 Jahren die Spekulationssteuer.

Bei physischem Gold ist der Bemessungszeitraum für die Spekulationssteuer deutlich kürzer, nämlich nur ein Jahr. Nach dieser Mindesthaltedauer unterliegen Gewinne aus dem Verkauf keiner Besteuerung mehr. Wird vor der Jahresfrist verkauft, dann gilt ein Freibetrag von 600 Euro.

Unser Fazit:  Punkt für Gold

Runde 10: Anonymität

Nicht jeder möchte preisgeben, was er hat. Gold kann man derzeit bis zu einem Betrag von 9.999 Euro anonym kaufen, man kann es anonym verkaufen (dann aber nur privat), und man kann es diskret lagern. Der vergrabene Goldschatz ist schon sprichwörtlich.

Immobilienbesitz dagegen ist nicht anonym.

Unser Fazit: Punkt für Gold

Runde 11: Physische Sicherheit

Gold trotzt Wasser, Feuer oder Erdbeben. Es überdauert auch Jahrhunderte vergraben in der Erde. Wird es wieder ausgegraben, dann hat es noch immer Wert.

Jede Immobilie hat irgendwann mal ein zeitliches Ende. Oder sie kann durch Naturkatastrophen kaputtgehen. Auch wenn die Versicherung dann zahlt: Das Anlageobjekt als solches ist verloren.

Unser Fazit: Punkt für Gold

Runde 12: Emotionale Rendite

Die eigenen vier Wände, der eigene Garten: Wird die Immobilie selbst genutzt, dann ist das Gefühl, sein eigener Herr im Haus zu sein, unbezahlbar. Klarer Punkt für die Immobilie.

Unser Fazit: Punkt für Immobilie

Runde 13: Altersrendite

Im Alter mietfrei in der eigenen Wohnung leben zu können ist ein weiter Aspekt, der für das Immobilieninvestment spricht. Denn es handelt sich dabei um ein indirektes Einkommen, was zudem steuerfrei ist. Sowas bessert die Rente spürbar auf.

Unser Fazit: Punkt für Immobilie

Geldanlage Vergleich: Gold oder Immobilie?

Geldanlage Vergleich: Gold und Immobilien
Vergleich der Sachwert-Anlageformen Gold und Immobilien


Fazit

Auch wenn in unserem Sachwertanlagen Vergleich das Anlagegold mehr Runden für sich entscheidet: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. In der persönlichen Asset Allocation haben daher beide Anlageformen ihre Berechtigung. Ob für einen Anleger im Gesamtergebnis Gold oder die Immobilie eine bessere Geldanlage, muss letztlich individuell entschieden werden. DIE beste Geldanlage gibt es nicht. Es gibt höchstens Anlageformen, die besser zur persönlichen Lebenssituation und persönlichen Lebenszielen passen als andere. Unser Geldanlage-Vergleich kann daher nur helfen bei der Abwägung der einzelnen Argumente.

Ihre Meinung interessiert uns!
Welcher Sachwertanlage würden Sie aktuell den Vorzug geben: Gold oder Immobilie?
Gold
Immobilie

Quellennachweise: 

*  IMX - Immobilienindex von www.immobilienscout24.de

** Statistisches Bundesamt / destatis.de, zitiert nach www.statista.com

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Kommentare [16]
  • von Ahab | 29.06.2017, 14:45 Antworten

    Kommt auch drauf an wo die Immobilie ist. Oma hat 1960 ne Wohnung für 100.000 DM in Selb gekauft. 2000 verstorben, Erben haben knappe 40.000 Euro dafür erhalten -> Schlechte Wahl der Immobilie. Auch ohne Berücksichtigung der Inflation.
    Wir haben Haus bei München gekauft, 2007 für 220.000 Euro. Im Immoscout stehen aktuell verhleichbare Häuser für 550.000 Euro drinn und werden so auch verkauft. -> Gute Wahl.

    Problem dabei, keiner weis auf Jahrzehnte wie sich eine Immobilie wo entwickelt.

    • von Erich | 18.08.2017, 10:21 Antworten

      Oma hat in Ihrer Immobilie 40 Jahre mietfrei gewohnt,das war keine schlechte Wahl.
      Vergleich mit München:Was ist eine selbstgenutzte Immobilie wert?Antwort: 0€

  • von Golden Girl | 07.06.2017, 19:15 Antworten

    Wundert mich, dass das Thema "Erben" hier nicht mit aufgeführt ist. Ich wünsche jedenfalls keinem eine Erbengemeinschaft bei Immobilien…..

    • von Graf von Henneberg | 08.06.2017, 14:24 Antworten

      Erbengemeinschaft ist wunderbar. Wir hatten eine mit 40 Erben für 3 große Mietshäuser. Das ging bis nach Australien. - Wenn man in eine solche Gemeinschaft gerät hilft nur sofort verlassen oder per Gerichtsbeschluß auflösen. (Schopenhauer hat nichts zu diesem Thema hinterlassen).

  • von t | 07.06.2017, 09:56 Antworten

    Sehr guter und neutral geschriebener Artikel! Vielen Dank!

  • von Hintergrund | 06.06.2017, 21:37 Antworten

    Nun mal grundsätzliches zum Thema Investieren. Wenn Banken, Versicherungen ua. Dienstleister investieren verwenden Sie immer fremdes und kein eigenes Kapital. D.h. Wenn ich monatlich 500 Euro freies Geld zur Verfügung habe, kann ich entweder jeden Monat hierfür Gold kaufen und habe in einem Jahr Gold im Wert von 6000 Euro. Ich kann aber auch 2 Eigentumswohnungen für 300 000 Euro kaufen und hierfür 6000,00 Euro Zins pa. bezahlen. Die monatlichen Mieteinnahmen von 1000 Euro kann ich dann wie folgt verwenden: 500 Euro für die Tilgung und 500 Euro um ggf. Gold zu kaufen. Wenn es zum Crash kommt begleiche ich die Verbindlichkeiten mit einem "Butterbrot". Sollte ich allerdings im Fall eines Crashs 100 000 Euro auf der hohen Kante liegen haben bekomme ich hierfür nur noch ein Stück Butter. Was ich damit sagen will, in Gold lässt sich meist nur mit eigenem Kapital investieren in eine Immobilie mit fremden und das ist stets effektiver.

    • von Graf von Henneberg | 07.06.2017, 14:18 Antworten

      Nur muß man von den Mieteinnahme neben der Tilgung unbedingt die laufenden Kosten für den Unterhalt der Wohnungen und für Eigentümergemeinschaft sowie die Rückstellungen für Instandhaltungen abziehen. Dann hat man die bereinigte Summe für den Goldkauf. Investitionen mit eigenem Kapital sind am risikoärmsten. Die Rückzahlung fremdfinanzierter Investitionen mit einem "Butterbrot" bei einem Finanz-Crash ist pure Hoffnung und funktionier nicht in jedem Fall. Finanzielle Effizienz im Zusammenhang mit einer Schuldentilgung + Zinsen passen nicht zueinander.

      • von Hintergrund | 09.06.2017, 13:57 Antworten

        Zum Glück wissen viele nicht wie unser Finanzsystem funktioniert. Nur so können Versicherungen, Banken und Investmentgesellschaften Milliarden verbuchen. Es hier darzustellen wäre zu Umfangreich. Dennoch ein Satz zum Nachdenken: Schulden und Zinsen verteuern sich nie. Güter, Ware, Dienstleitungen und Einkommen jedoch stetig!

  • von Graf von Henneberg | 06.06.2017, 15:30 Antworten

    Absolute Sicherheit gibt es nirgends und niemals. Für Gold oder Silber wird ein jeder nach dem Werteverfall des bedruckten bunten Papiers immer noch was zu essen kaufen können. Ca. 300 Laibe Brot konnte man für ein Unze Gold vor 2000 Jahren kaufen und das ist heute auch noch so. Der Börsen - Goldwert ist bei einer derartigen Betrachtung vollkommen unwichtig.
    Als weitere sichere Anlagen sind Immobilien, aber keine Bebauten, sondern Acker und Wald zu betrachten. Aus diesen Arten von Immobilien kann ständig eine Rente zu erwarten sein.
    Bebaute Immobilien sind, egal ob alleine genutzt oder als Mietnutzung immer mit Kosten verbunden, stellen also keine direkte Anlage mit Werterhalt und Wertsteigerung dar. Und wer, wie hier auch gemeint wird, diese bebauten Immobilien auch noch mit 80% finanzieren will, hat nichts als Schulden. Und man denke auch an die Möglichkeit der staatlichen Zwangshypotheken auf bebaute Immobilien (das letzte mal in Deutschland 1948). Ideal ist eine Mischung, je nach Möglichkeit des Einzelnen, aus Edelmetall, Acker, Wald, bebaute Immobilie. Und alles mündelsicher Verwaltet.
    Aktien?, niemals - Firmen können jederzeit Pleite gehen - ich habe noch Aktien aus der Vorkriegszeit - wertloses Papier. Das gleiche gilt auch für Sparbücher etc., damit ist man nur noch Gläubiger einer Bank und um Ernstfall ist alles verloren.

  • von blo-rakane | 06.06.2017, 10:41 Antworten

    Hallo Leute! Zu den Aussagen von „Hintergrund“ habe ich überwiegend eine konträre Meinung.
    Zum Thema Inflation ( was wir in Deutschland haben) werden auch Guthaben sowie Schulden entwertet .Deshalb ändert sich nichts am „Status quo“..10000€ Schulden/Guthaben zu haben, bleibt nach wie vor 10000€ Schulden/Guthaben..nur nach X -Jahren..kommt die Masterfrage: was bekomme ich noch für 10000€? ...das allein ist relevant (Kaufkraft)!
    Von einer galoppierende bzw. Hyperinflation möchte ich nicht eingehen., dann ist das Finanzsystem sowieso am Ende.
    Warum sollte Gold hoch riskant sein ? Dann stell ich mal die Gegenfrage ,warum Zentralbanken/Banken ( z.B. J.P.Morgan-Silber) z.T. Gold/Silber horten, als gäbe es kein Morgen!
    -weil Gold (laut Hintergrunds Aussage)“hoch riskant ist und für langfristig denkende keine wirkliche Anlage“ oder weil Gold das ultimative Geld für die Banken (sowie ein Wertspeicher für den kleinen Mann) ist?
    Gold ist und bleibt eine langfristige Anlage...alles andere macht kein Sinn. Zum Thema Immobilien: In den vergangen sechs Jahren haben sich Immobilien deutschlandweit durchschnittlich um 20 Prozent verteuert und in den sieben größten Städten Deutschlands sogar um 46 Prozent ( Brandbeschleuniger ist natürlich das viele billige EZB-Geld von Goldman-Sachs -Vasall Draghi)! So nun wird’s einfach...einfach mal die Gegenfrage stellen..ob vielleicht bei einer Hochzinspolitik mit moderaten Immobilienpreisen doch günstiger wäre eine Immobilie zu kaufen?

    • von Realo | 09.06.2017, 16:23 Antworten

      Die meisten lassen die Kaufkraft meiner Meinung nach sträflich außer Acht, denn im Falle einer weltweiten Staatenpleite
      mit überraschender Entwertung der Kaufkraft der "PAPIERLAPPEN" und Aktien könnte es ebenfalls per Gesetzesbeschluss zur Enteignung bzw. Teilenteignung der Immobilienbesitzer kommen, oder zu immens hoher Besteuerung auf Grund & Boden,sodass dann "Eigentum in Form von Grund & Boden" nicht mehr haltbar wird. Jedenfalls ist eine solche Praxis der "Salamischeibentaktik" in allen Bereichen schon seit Jahrzehnten Praxis der Regierungen in den verschiedensten Staaten und "VOLK" nimmt dies stoisch hin ohne zu rebellieren, somit wird im o.g. Fall sich auch das "VOLK" dann duldsam dem Diktat unterwerfen und sich enteignen lassen (gläserner Mensch) ! Dann ist derjenige besser dran,wer in Metall "anonym zurückgelegt" hatte und kann sein "flexibeles anonymes Eigentum" mitnehmen und den folgenden Unruhen/Chaos in den Enteignungs-Staaten entfliehen , somit neu anfangen, wenn es hierzulande am brennen ist !

  • von Hintergrund | 05.06.2017, 23:01 Antworten

    Also für eine Immobilie bekomme ich bei der Bank 80 Prozent oder mehr finanziert. Bsp. Wenn ich 100 000 Euro investiere leiht mir die Bank gerne 80 000 Euro für 1 - 2 Prozent pa. Wenn ich aber meiner Bank mitteile ich möchte die 80 000 Euro um in Gold zu investieren, dann lacht sie, außer ich biete ihr eine Sicherheit und den Zins von 1-2 Prozent gibt es sicherlich hierfür auch nicht. Im Fall einer Inflation, werden meine Schulden entwertet. Darüberhinaus können vermietete Immobilien die Einkommensteuer senken. Gold tut nichts von alle dem. Gold ist zurzeit hoch riskant und für langfristig denkende keine wirkliche Anlage. Gold, viele Immobilien und Aktien, Anleihen etc. sind derzeit überbewertet. Das liegt einfach nur daran das zuviel billiges Geld im Umlauf ist. Gold u. Immobilien sind komplett verschiedene Anlagen, wer diese vergleicht, vergisst die Refinanzierungsmöglichketen.

  • von Arthurius | 05.06.2017, 14:18 Antworten

    beide Anlagen haben seinen Reiz und wie oben geschrieben entsprechende Vor-und Nachteile. Die Gegenüberstellung hat dennoch überrascht... Im Idealfall setzt man aber auf einen Mix aus mehreren Klassen, also Immo, Edelmetalle und ein paar Aktien mit fetter Dividendenrendite, dazu etwas Liquidität für unvorhergesehene Fällle....damit soltte man gut durch die nächste Krise kommen!

  • von blo-rakane | 03.06.2017, 13:53 Antworten

    Hallo Wasp, ich würde deine pauschale-Aussage mehr einschränken wollen ,dass man wegen der günstigen Baufinanzierung eine Immobilie/Eigentum sich zulegen soll. Seit die Zinsen immer weiter in den Keller gefallen sind, sind im Gegenzug die Preise für Immobilien gestiegen. Im besonderen Maße in den Ballungsgebieten!
    Ich würde jedem empfehlen genau durchzurechnen , ob er sich realistisch eine meist überteuerte Immobilie leisten kann. Und wehe die Immobilienblase platzt, was nach meiner Meinung passieren wird, wird der aktuelle Wert der Immobilien/Eigentum neu bewertet. Siehe Immobilienblase USA 2008....

  • von Wasp | 03.06.2017, 12:58 Antworten

    Bei der aktuellen niedrigen Zinslage für Kredite, ganz klar Eigentum.
    Sollte wieder erwarten Geld übrig sein, alles in Edelmetalle investieren, doppelt gemoppelt hält besser.

  • von Adept | 02.06.2017, 17:08 Antworten

    Langfristig muß man weiter streuen, man könnte z.B. je ein Drittel in Immobilien, Aktien und Gold investieren. Der Einstiegspreis ist gleichzeitig der Bezugspreis für den Ausstieg. Wenn sich die Anlage in einer Blase wiederfindet heißt es kühlen Kopf bewahren und aussteigen. Bei einer Neuinvestition sollte man durchaus bereit sein, auch mehrere riskante Titel etc mit ins Portfolio zu nehmen. neben dem Ausfallrisiko gibt es dabei auch enorm gesteigerte Gewinnchancen. Man denke z.B. an Bitcoins oder an Tesla.

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