Stand: 17.06.2015  0 Kommentare

Keine andere Person wurde seit Mitte des 20 Jahrhunderts häufiger auf Münzen dargestellt als Königin Elizabeth II. Die Queen ist nicht nur das Staatsoberhaupt des Vereinigten Königreichs, sondern auch von anderen Staaten des Commonwealth wie Australien und Kanada. 

Die meisten dieser Staaten verwenden das offizielle Portrait der britischen Royal Mint. Die neueste Version wurde von Jody Clark im Jahr 2015 gestaltet.

Welche Länder zeigen das Münz-Potrait von Queen Elizabeth II.?

Die Liste der Länder, die Elizabeth auf Münzen darstellen, ist identisch mit den Commonwealth Realms. Commonwealth Realms sind Mitgliedsstaaten des Commonwealth of Nations – eine Art Nachfolger der Britischen Weltreichs – in denen die Queen das offizielle Staatsoberhaupt ist.

Die Münzprägeanstalten einige dieser Länder wie Australien und Kanada spielen als Hersteller von Gold- und Silbermünzen international eine wichtige Rolle.

Andere Länder wie Barbados und Tuvalu sind als offizielles Ausgabeland sogenannter Agenturausgaben geläufig, die in anderen Ländern als dem Ausgabeland hergestellt werden.

Porträt der Queen auf der Wertseite

Beispiele Länder und Münzen:

5 Portraits der Queen - 5 Bilder einer Regentschaft

Elizabeth II. wurde im Juni 1953 gekrönt und ist damit das dienstälteste Staatsoberhaupt der Welt. Die Jahrzehnte seit der Thronbesteigung spiegeln sich anschaulich in den fünf offiziellen Portraits der Royal Mint von Mary Gillick, Arnold Machin, Raphael Maklouf, Ian Rank Broadley und Jody Clark wider.

Von diesen Portraits sind die letzten beiden auf aktuellen Gold- und Silbermünzen zu sehen, wobei das neuere von Jody Clark von 2015 zunehmend das ältere von Ian Rank Broadley ersetzt. Hier die Übersicht über alle fünf offiziellen Portraits der Royal Mint seit 1953:

Portrait Desgin der Quenn Elizabeth II. auf Goldmünzen und Silbermünzen

Portrait von Mary Gillick (1953)

Das erste Portrait wurde im Jahr 1952 von Mary Gillick gestaltet, kurz nachdem aus Princess Elizabeth Queen Elizabeth II. geworden war. Von allen fünf Darstellungen der Königin auf Münzen ist es das am stärksten idealisierte Portrait. Es legt den Fokus auf die optimistische und zukunftsgewisse Ausstrahlung der damals erst 27-jährigen Monarchin.

Portrait von Arnold Machin (1968)

Ab 1962 wurden in Großbritannien Vorbereitungen für die Umstellung britischer Münzen auf das Dezimalsystem getroffen. Im Zuge dieser Umstellung sollte auch ein aktuelleres Portrait der Queen auf den Wertseiten zu sehen sein. Im Juni des Jahres 1964 gab Elizabeth II. dem Entwurf des Künstlers Arnold Machin ihre Zustimmung.

Die ersten Münzen mit dem neuen Konterfei gerieten 1968 in Umlauf. Wie bereits Gillick wählte auch Machin ein Portrait mit Schulter. Auf dem Haupt der Queen ist die Tiara zu sehen, die Elizabeth als Geschenk von ihrer Großmutter Queen Mary erhalten hatte. Ungewöhnlich an Machins Portrait ist vor allem die Perspektive, die den Kopf aus einem leicht von hinten kommenden Blickwinkel zeigt.

Portrait von Raphael Maklouf (1985)

Das dritte Portrait wurde im Jahr 1985 von Raphael Maklouf entworfen. Auf dem Abbild ist die Queen mit Ohrring, Halskette und dem George IV State Diadem zu sehen. Elizabeth hat das Diadem auf dem Weg zu ihrer Krönung getragen und trägt es seither traditionell zur Eröffnung des Parlaments des Vereinigten Königreichs. Es ist das erste Portrait, das die Queen ohne Schulteransatz zeigt und auch das erste, auf dem die Initialen des Designers zu sehen sind.

Portrait von Ian Rank Broadley (1998)

Das Portrait Elizabeths von Ian Rank Broadley entstand beinahe zufällig. Die Royal Mint schrieb im Jahr 1997 einen Wettbewerb für den Avers einer Gedenkmünze zur Goldenen Hochzeit von Elizabeth und Ehemann Philip aus. Die eingereichten Designs zeigten eine so hohe Qualität, dass man bei der Prägeanstalt entschied, auch das Standardportrait der Queen zu aktualisieren.

Broadleys Design, das sich in einem erneuten Wettbewerb durchsetzen konnte, zeichnet sich durch einen hohen Grad an Realismus aus. Es zeigt die Queen mit der Tiara, die schon Arnold Machin für sein Design gewählt hatte.

Portrait von Jody Clark ( 2015)

Jody Clark verzichtet ebenfalls auf eine starke Idealisierung und entschied sich für ein realistisches und dabei würdevolles Portrait von Elizabeth. Wie schon auf dem von Maklouf gestalteten Konterfei trägt die Monarchin das George IV State Diadem und einen Ohrring. Eine Besonderheit: Erstmals ist die Queen auf diesem Portrait mit dem Ansatz eines Lächelns zu sehen.

Nur in Kanada: Portrait von Susanna Blunt (2003)

Kanada verwendet seit 2004 nicht mehr die offiziellen Portraits der britischen Royal Mint, sondern eine von der Kanadierin Susanna Blunt im Jahr 2003 gestaltete Version. Im Gegensatz zu den britischen Portraits ist die Queen auf diesem Abbild von der Seite zu sehen. Sie trägt eine Perlenkette und einen Ohrring.

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Handarbeit aus "Schwäbisch Sibirien"